Gesamtschule will 30 Räume mehr

Menden..  Da dürften sich in der Stadtverwaltung einige die Augen gerieben haben: Mehr als 30 neue Räume will Gesamtschulrektor Ralf Goldschmidt in den kommenden Jahren eingerichtet sehen. In seiner Bedarfsliste, um die alle weiterführenden Schulen gebeten wurden, stehen neben Renovierungen und Umbauten schon für 2016 mindestens sieben zusätzliche Räume – darunter ein Trainingsraum für den Ganztag „zur pädagogischen Bearbeitung von Verhaltensauffälligkeiten“, Multifunktionsräume für Musikstunden, Deutsch als Zweitsprache, für Berufswahlhelfer und Lernkabinen, ein Koordinatorenbüro für Inklusion, Integration und Ganztag, ein Elternberatungszimmer und ein regengeschützter Schulhofbereich für bis zu 600 Schüler in der Mittagspause.

Das Gros soll 2017 und ‘18 folgen: Förderräume, Werkstatt und Küche fürs gemeinsame Lernen, ein Lehrerzimmer für die Oberstufe, Kunst-, Musik- und PC-Räume, die Oberstufen-Caféteria, Differenzierungs-, Beratungs- und Lernräume sowie zweite Räume für Kunst, Musik und PCs.

Rektor Goldschmidt schickt alledem ein Anschreiben voran, in dem es heißt, man stelle „keine überzogenen Forderungen“ und sei sich „der Haushaltslage bewusst“. Aber: Die Gesamtschule sei eine Schulform, die wie die Hauptschule zum Hauptschulabschluss, wie die Realschule zum Mittleren Abschluss und wie das Gymnasium zum Abitur führe. Der Unterricht sei in allen Stufen so ausgelegt, dass den Kindern alle Wege offen sind. „Dazu bedarf es der entsprechenden Ausstattung!“, setzt Goldschmidt dahinter ein Ausrufezeichen.

Die Gebäude Windthorststraße 34 und 36 seien als Haupt- und Realschule ausgelegt, es fehle die gymnasiale Ausrichtung und Ausstattung. Eine neue Schulform, noch dazu im Aufbau, habe „einen viel höheren Investitionsbedarf“.