Gesamtschul-Eltern machen weiter Druck

Menden..  Zwei Nachrichten zur Mendener Schullandschaft erreichten gestern die WP-Redaktion: Zum einen soll der Arbeitskreis, der im jüngsten Schulausschuss gebildet wurde und der die Raumprobleme der Schulen in einem Gesamtpaket angehen will, am 18. März erstmals zusammentreten. Zugleich sollen Eltern der Gesamtschule bereits am 20. Februar eine Veranstaltung in der Innenstadt planen, um auf fehlende Räume für ihre Kinder aufmerksam zu machen.

Zum 18. März erklärte der Schulausschussvorsitzende Peter Maywald (CDU), dass ein früheres Zusammentreffen aus terminlichen Gründen der Teilnehmer nicht möglich gewesen sei. Der Arbeitskreis soll ab 17 Uhr im Ratssaal beraten.

Maywald betonte, er erwarte, dass an diesem Treffen auch jeweils ein Vertreter der Schulpflegschaft, also der Elternschaft jeder Schule, teilnehme. Seines Wissens sei das im Ausschuss auch so besprochen worden, „und ich gehe davon aus, dass auch die anderen Fraktionen das so sehen, auch wenn es keinen expliziten Antrag auf die Teilnahme von Eltern im Arbeitskreis gab“.

Appell an die Fairness

Gefragt nach der noch unbestätigten Ankündigung aus der Gesamtschule, erklärte Maywald: „Grundsätzlich haben Eltern immer das Recht, sich für ihre Schulen einzusetzen. Sollte damit aber in diesem Fall die Erwartung verbunden sein, dass die Raumprobleme der Gesamtschule vor allen anderen stehen und behandelt werden sollen, so wäre das schlicht unfair.“ Der Arbeitskreis sei ausdrücklich so konzipiert worden, „dass alle Schulen gleichwertig und gleichberechtigt darin vertreten sind“.

Man könne nur nochmals um Verständnis dafür werben Es gehe um ein Gesamtpaket und nicht um Insellösungen. Der Politik müsse jeder Schüler gleich viel wert sein, ob für eine Schule demonstriert werde oder nicht.

Viele Gesamtschuleltern sehen sich indes alles andere als bevorzugt, sondern vielmehr benachteiligt. Das machten gestern Eltern gegenüber der WP deutlich. Es gebe ja tatsächlich keine andere Schule, der so viele Räume fehlten wie ihrer, erst recht, wenn sie in Kürze zur Ganztagsschule mit Oberstufe wird. Dann würden zahlreiche Fachräume gebraucht, die es noch gar nicht gebe und die eine Millionen-Investition bedeuten würden. Und es sei noch keinerlei Konzept dafür erkennbar – wenn es denn dabei bleibe, dass das geeignetere heutige Gebäude des aufzugebenden Heilig-Geist-Gymnasiums für die Gesamtschule nicht in Frage kommen soll.

Eltern erwarten Antworten

Bekanntlich soll dort nach heutigem Stand die Realschule Menden einziehen. Gerade wegen der weiter ausgebliebenen Antworten sei man von der Schulausschusssitzung so enttäuscht gewesen. Denn stattdessen habe es dort nur die Ankündigung des Arbeitskreises gegeben.