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Autobahn 46

Gegner laden zur Bürgerinformation ein

06.01.2010 | 02:00 Uhr
Gegner laden zur Bürgerinformation ein

Menden. Die Gruppeninitiative gegen die A 46 (GigA 46) lädt alle Mendenerinnen und Mendener für den 22. Januar, 19.30 Uhr, in den Bürgersaal ein. Die Autobahngegner wollen die Risiken des Autobahnbaus, die Folgen für die Umwelt und das weitere Verfahren vorstellen.

2010 geht die Auseinandersetzung um den Bau der Autobahn 46 von Hemer durch Menden bis nach Wickede in eine nächste und möglicherweise entscheidende Runde. Davon geht die GigA 46 aus. Die Behörden haben Ende des vergangenen Jahres die Rohfassung der neuen Unweltverträglichkeitsstudie für die A46 vorgelegt. Für die nächsten Wochen ist die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Linienbestimmung für die Autobahn gepant.

"Doch viele Bürgerinnen und Bürger wissen bis jetzt nicht, was in der Umweltverträglichkeitsstudie steht", erklärte die Gruppeninitiative am Mittwoch. "Wie ist die Studie zu bewerten? Woher soll die Autobahn führen? Warum ist der Bau der A46 verkehrspolitisch falsch, wirtschaftspolitisch unnötig und ökologisch nicht zu verantworten? Welche zusätzlichen Belastungen wird es durch die Autobahn geben? Wie sieht das weitere Verfahren aus? Und welche Möglichkeiten gibt es, sich gegen den Bau der A46 einzusetzen?"

Diese und weitere Fragen wollen die Autobahngegner am 22. Januar beantworten. Neben VertreterInnen der GigA werden der Leiter Verkehrspolitik des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Dr. Werner Reh, sowie der stellvertretende Bundesvorsitzende des BUND, Klaus Brunsmeier, anwesend sein. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zur Veranstaltung der GigA am 22. Januar eingeladen.

WP-Redaktion



Kommentare
08.01.2010
06:53
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von marwang | #20

#14 was die schiene zu bieten hat sieht man zur zeit ,nämlich ein jämmerliches bild,aber die hauptsache ich kann auf der autobahn fahren heuchler ruhrik wichtigtuer nummer eins

08.01.2010
00:30
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von Ruhrik | #19

Die A 46 wird an Menden vorbeiführen. Nicht ein einziger Arbeitsplatz wird heute mehr durch Autobahnen geschaffen. Auch in der Vergangenheit hat man die Autobahnen eher dorthin gebaut, wo bereits wirtschaftliche Konzentrationen vorhanden waren. Das Prinzip der Entwicklungsachse funktioniert nicht, wie die Planer heute längst wissen.
Die Synergieeffekte eines Lückenschlusses kämen ohnehin für eine rasche Strukturförderung viel zu spät.
Viel wichtiger wäre z.B. flächendeckendes DSL oder WLAN-Angebot, wie z.B. im boomenden Estland, wo es kaum Autobahnen gibt.
Selbst der völlig unverdächtige Verkehrsminister Ramsauer (CSU) schwenkt bereits um und will die Straße durch mehr Schienenverkehr entlasten. Die Marwangs hierzulande werden das allerdings erst nach viel Glück in der evolutionären Weiterentwicklung kapieren.

07.01.2010
18:33
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von catch_22 | #18

#12 Soziales Gewissen
Aha - was sie unter ausbluten verstehen, könnten sie einmal mit Argumenten und Fakten belegen und dies in Beziehung zur A46 setzen.
In Menden befindet sich meines Wissens momentan die grösste Industriebaustelle in NRW (Bettermann).
DHL hat seinen Logistikstandort massiv durch Neubauten vergrössert und zu einem Logistikdrehkreuz ausgebaut.
Ein grösseres Unternehmen wollte in Menden bauen, leider war kein geeignetes Gewerbegebiet vorhanden.
Alles zeitnahe Vorgänge, alles ohne die Autobahn.
Man sollte sich von der 70er-Jahre-Totschlagsphrase lösen Wer keine Autobahn will, der vernichtet Arbeitsplätze.
Schauen sie sich Städte im Ruhrgebiet einmal an, durchzogen mit Autobahnen und Schnellstrassen und ihren exorbitant hohen Arbeitslosenquoten.

07.01.2010
16:30
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von Soziales Gewissen | #17

Was für die Autobahn spricht?
Dass Menden nicht noch mehr ausblutet.
Dass in Menden nicht noch mehr Industrie
abwandert.

07.01.2010
11:56
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von marwang | #16

und wie fahren die ganzen schlaumeier in urlaub, natürlich auf der autobahn ,also schön den mund halten und die sache auf sich zu kommen lassen,als nur zu heucheln,
wenn dann dauerd es noch jahre bis gebaut würde

06.01.2010
22:40
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von osis | #15

@ 5: Mit der Logik der Fürsprache müßte halb Ostdeutschland nach der Wende ein Einkaufszentrum geworden sein.

Autobahnen haben immer zwei Richtungen: Rein UND Raus.

Wer sehen will, wie gut das funktioniert, der fahre mal in die City von Arnsberg Oeventrop. Das ist eines der besten Beispiele in der Gegend, welche Auswirkungen das haben kann.
Das Iserlohner, Hagener oder Arnsberger nach Menden fahren ist doch eine Illusion. Welches Geschäft soll so anziehend wirken, das in den anderen Städten NICHT vorhanden ist?

die A46 ist ein Bypass. Mehr nicht. Bleibt die Frage, warum Menden überhaupt eine Auffahrt bekommen sollte...

06.01.2010
21:48
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von Taffy11 | #14

@#7
Völlig richtig! Menden und Hemer werden, ganz im Gegenteil, sogar noch erheblich an Lebensqualität verlieren.
Es gibt im Nordkreis kein regionales Verkehrsproblem. Die Schwierigkeiten, die Autofahrer in Menden und Hemer haben, sind selbstgemacht, und zwar durch mangelhafte Verkehrslenkung und unkoordinierte Ampeln.
Das Gewäsch der Autobahnbefürworter glauben doch nur noch diejenigen, die sich sowieso die Hose mit dem Bagger hochziehen.

06.01.2010
21:32
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von Meckerliesel | #13

Ob der Bürgermeister da auch hinkommt um zu grinsen?

06.01.2010
20:49
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von catch_22 | #12

#6 Ruhrik
Ich stimme ihnen voll und ganz zu.
Man sollte zusätzlich bedenken, dass durch die demographische Entwicklung der nächsten 2 bis 3 Jahrzehnte fast 20% weniger Menschen im Nordkreis leben werden.
Ausserdem wird dann die verbleibende Bevölkerung überaltert sein mit entsprechend weniger regionalem Berufsverkehr.
Da löst sich das dieses Verkehrsproblem von selbst und eher würde die Bahn auch nicht fertiggestellt.
Und die Autobahn, die dann Menden mittig durchschneidet, würde lediglich dem überregionalen Ost-West-Transitverkehr dienen, das Kamener - und Westhofener Kreuz als Bypass entlasten.
Und anzunehmen, dass eine Autobahn durch Menden und ein tolles Einkaufszentrum am Bahnhof Kaufkraft nach Menden holt, ist mehr als gewagt. Da fahren die Menschen doch lieber gleich nach Hagen oder Dortmund.

06.01.2010
16:57
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von Ruhrik | #11

Es geht nicht darum, ob man Auto fährt oder nicht. Die A46-Gegner sind sicher nicht grundsätzliche Gegner des Autofahrens, das sich nach Stand der Dinge kaum vermeiden lässt.
Es geht darum, dass eine jetzt noch intakte Mittelgebirgs-Hochfläche nicht zerstört wird
Die Stadt Menden würde von einem Lückenschluss der A46 ebenso wenig profitieren wie Hemer. Der Verkehr, der auf dieser Strecke auftreten würde, wäre kein Zielverkehr.
Selbst die Befürworter des Weiterbaus geben offen zu, dass die A46 lediglich die A1, die A44 und die A2 entlasten soll.
Man sollte häufiger und nicht nur selektiv die Presse studieren.
Abgesehen von alledem: Für Menden muss innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre eine Lösung gefunden werden. Aber selbst unter günstigsten Voraussetzungen könnte vor 2020, vermutlich sogar vor 2025, kein Fahrzeug auf der neuen Autobahn rollen.

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