Gegner jetzt von Ampel überzeugt

Fröndenberg..  Der Petitionsausschuss entscheidet zwar erst in der kommenden Woche, aber schon jetzt deutet alles darauf hin: Er wird sich wohl für den zügigen Bau der Ampel auf der Wilhelmshöhe aussprechen. Ein entsprechendes Votum nimmt die Landtagsabgeordnete Claudia Middendorf (CDU) mit in den Ausschuss, nachdem sich am Montag eine Abordnung aus Vertretern des Verkehrsministeriums, von Straßen NRW, der Bezirksregierung, des Kreises Unna, der Kreispolizei und der Stadt Fröndenberg vor Ort getroffen hatte. Ein Termin, der auch die Gegner überzeugte.

Hintergrund sind zwei Petitionen, die eine pro, die andere contra Ampelbau. Dr. Christoph Pahlke hatte weit mehr als 1000 Unterschriften gegen die Lichtzeichenanlage gesammelt und überreicht (wir berichteten), ein Bürger aus Frömern reichte daraufhin eine Petition pro Ampel ein. Beide Petenten (Einsender einer Petition) nahmen an der Ortsbesichtigung und der anschließenden nicht öffentlichen Beratung teil.

Bei der Diskussion im Stiftsgebäude, die Fröndenbergs Kämmerer Günter Freck als „sehr ­konstruktiv und fair“ bezeichnet, sei deutlich geworden, dass die Kreuzung zum Schutz der Verkehrsteilnehmer entschärft werden müsse. Ein Kreisel, wie er anfangs statt der Ampel von Bürgern gefordert worden war, sei gar nicht mehr thematisiert worden. Bei der geplanten Ampel stehe der verkehrsleitende Aspekt im Vordergrund. Über die Ampelsteuerung solle der Verkehrsfluss bestmöglich gewährleistet werden.

Auch von Technik begeistert

Die Beteiligten wollen sich im Moment nicht im Detail zu dem fast vierstündigen Ortstermin äußern. Es soll noch ein gemeinsames Gespräch mit der Stadtverwaltung geben. Es ist aber bereits zu vernehmen, dass die Ampel-Gegner ihren Protest aus Überzeugung aufgeben. „Es hat in der Vergangenheit ein Kommunikationsproblem gegeben“, sagt Wolfgang Harwardt, der vor drei Monaten mit zum Protest gegen die Ampel aufrief. Ihm sei klar geworden, dass die Ampel aus Sicherheitsgründen dringend notwendig sei. Auch die Vorstellung der Technik habe ihn überzeugt. „Wenn die Technik funktioniert, bin ich hochzufrieden.“

Harwardt lobt den hohen Aufwand, den der aus Düsseldorf angereiste Petitionsausschuss trieb. Man habe Einblicke in Details bekommen. „Das ist Demokratie.“