Gedenkstätte wird am 9. November eingeweiht
27.10.2008 | 18:03 Uhr 2008-10-27T18:03:00+0100Menden. Jüdische Synagogen brannten deutschlandweit in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Angehörige von SA und SS zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner.
Auch Menden reiht sich in dieses unselige Geschehen ein. Diese abscheulichen Verbrechen jähren sich im Jahr 2008 nun zum 70. Mal.
Ausschließlich durch die Hilfe vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie der Unterstützung des Rotary Clubs und des Lions Clubs sowie der Sparkasse, weiterer Firmen und der Gemeinde Ecclesia setzt die Stadt Menden sieben Jahrzehnte danach ein unübersehbares Zeichen: „Stolz und glücklich stellen wir am 9. November 2008 in der Hochstraße und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen Synagoge den neu gestalteten ,Ort des Erinnerns' der Öffentlichkeit vor”, so Bürgermeister Rudolf Düppe, „er möge für alle Zeit ein Mahnmal dafür sein, dass so etwas nie wieder geschehen darf.”
Fachbereichsleiter Volker Fleige ergänzt: „Das dazu im Museum geführte Buch des Erinnerns gibt den ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Namen und Gesicht zurück.”
Die Stadt Menden lädt alle Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, 9. November, um 18 Uhr zunächst in die St. Vincenz-Kirche ein. Auftreten wird Esther Lorenz, Gesang und Rezitation, begleitet von Peter Kuhz (Gitarre), mit dem Programm „Yedid Nefesh – Jüdische Seele”. Nach dem ersten Teil gehen alle Besucher des Konzerts gemeinsam in die Hochstraße zum „Ort des Erinnerns”. Dort montieren Bürgermeister Rudolf Düppe, Volker Fleige als einer der Mitinitiatoren und Werner Velte, der die Bauleitung hatte, drei Namensstelen und legen einen Kranz nieder.
Anschließend wird „Yedid Nefesh – Jüdische Seele” in der Heilig-Geist-Kirche mit dem zweiten Teil fortgesetzt und beendet.
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