GAL: Gemeinschaftschule schon 2011
08.10.2010 | 22:43 Uhr 2010-10-08T22:43:00+0200Menden. Die Grün-Alternative Liste macht Druck in Sachen Gemeinschaftsschule: In der voraussichtlich am 28. Oktober stattfindenden Sondersitzung des Schulausschusses soll nach Willen der GAL über die Einrichtung einer solchen Schulform bereits zum Schuljahr 2011/12 beraten werden.
Grund für die Eile: Die neue rot-grüne Landesregierung starte das Modellprojekt „Längeres gemeinsames Lernen – Gemeinschaftsschule“. Die Antragsfrist für Schulträger laufe aber lediglich bis Ende Dezember.
GAL-Fraktionschef Peter Köhler begründet den Vorstoß: „Blickt man rein auf die Schülerzahlen und Raumkapazitäten, müssen wir schon bald zwei Hauptschulen schließen.“ Außerdem strömten immer mehr Schüler aus Menden an die Gesamtschule in Fröndenberg. „Wir Grünen wollen nicht nur auf die Entwicklungen reagieren und Schulen schließen, wenn die Schülerzahl sinkt. Wir wollen die Schullandschaft gestalten und ihre Qualität erhöhen.“
Auf Dauer könne nur die Umwandlung von Hauptschulen ein weiterführendes Schulangebot in den Ortsteilen erhalten. Köhler: „In einem Stadtteil wie Lendringsen könnten durch die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule Schüler zukünftig alle Abschlüsse auch bis zum Abitur erwerben. Das wertet den Ortsteil auf und spart Fahrtwege und -kosten.“
Zudem seien nicht alle Schüler dem Stress gewachsen, den das G8-Abitur mit sich bringe. Die Gemeinschaftsschule könne das Abitur in neun Jahren und somit eine Alternative vor Ort anbieten. Eltern, die das für ihre Kinder wünschten, müssten derzeit zur Gesamtschule Fröndenberg ausweichen. Infos zur Gemeinschaftschule: www.bildungsportal.nrw.de
13:09
#1 achwas
Wieso reisen auch viele mendener Schüler nach
Fröndenberg usw. ?
07:41
Menden muss ja nun nicht sofort an einem möglicherweise unausgegorenen Modellprojekt teilnehmen. Soll die Gemeinschaftsschule - will sie in Menden jemand außer Herrn Köhler und Konsorten? - doch erst einmal Gesetz werden. Bis dahin wird Menden sich wohl über die Runden retten können.
Ich befürchte, dass die Gemeinschaftsschulen auf ähnlich wenig Akzeptanz stoßen werden wie die Gesamtschulen, sofern Gymnasien als Alternativen zur Verfügung stehen. Wieso reisen täglich mehrere Hundert Fröndenberger Schüler über die Ruhr nach Menden, obwohl sie eine weiterführende Schule für alle Abschlüsse vor Ort haben? Darüber sollte man erst man nachdenken, ehe man eine Konkurrenz zu den drei Gymnasien schafft.