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Furioser Mendener "Keulenschwinger"

04.01.2010 | 10:00 Uhr
Furioser Mendener

Menden. Viele Mendener hat es beruflich in die Welt hinausgezogen. Trotzdem reißt der Kontakt in die Heimat nie ab. Das gilt auch für Dirk Schäfer, dessen Elternhaus an der Werringser Straße steht. Das Interessante an dem gebürtigen Hönnestädter ist sein Beruf: Artist.

Als Artist verzauberte Dirk Schäfer am Freitag bei der Eröffnung des Sauerland-Cups der HSG Menden-Lendringsen die prallgefüllte Walramhalle. 600 Zuschauer kamen bei Dirk Schäfers Lichtjonglage aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen”, sagt der jetzt in Köln lebende 39-jährige Artist. Und um gleich noch eine Liebeserklärung an die Hönnestadt nachzureichen: „Ich bin Mendener von ganzem Herzen und werde es auch bleiben”, sagt „Lemmi” — so lautet sein Künstlername.

Eltern und Verwandtschaft in Menden

Dirk Schäfer, dessen Elternhaus in Menden steht, arbeitet unter dem Künstlernamen "Lemmi" als Artist.

Die Verbindung nach Menden wird dadurch aufrecht gehalten, dass seine Eltern und die Verwandtschaft hier leben. Und die Verbindung zum Sauerland-Cup geht über Jörg von Estorff. „Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr Handball beim SV Menden gespielt. Und Jörg war mein Trainer”, war für Dirk Schäfer alias „Lemmi” das Engagement am Freitag eine Selbstverständlichkeit. Nach dem Ende der Handballzeit in Menden zog die Liebe ihn nach Köln.

Und dort ist der im Februar 40 Jahre alt werdende „Lemmi” als Lichtjongleur und Feuerkünstler tätig. „Da in der Halle noch Handball gespielt werden sollte, kam natürlich nur die Lichtjonglage in Frage”, so Dirk Schäfer über seinen Auftritt. Die Lichtjonglage ist eine hochmoderne Darbietung mit computergesteuert farbwechselnden Bällen, Keulen und Stäben. Mit denen werden faszinierende Muster in die Dunkelheit jongliert und gewirbelt. „Lemmi” hat sich seine Kunst selbst beigebracht und im Laufe der Jahre immer wieder verfeinert. Unter dem Titel „Keulenschwingen” hat der Mendener sogar ein Buch verfasst.

Auch Firmen buchen "Lemmi"

Die Frage, ob man von der Arbeit als Artist leben kann, antwortert „Lemmi”: „Ja.” Zumal sein Beruf mehr als Auftritte bei Veranstaltungen umfasst. Neben den Auftritten wie zum Beispiel dem Kölner Ringfest oder der Unterstützung diverser Künstler (BAP, Höhner) wird er auch von Firmen gebucht. So war er vor einigen Wochen noch in der Balver Höhle bei einer Autopräsentation im Einsatz. Und seit Freitag ist die Zahl derer gestiegen, die wissen, dass hinter „Lemmi” ein Mendener steckt.

Burkhard Granseier

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