Für Flüchtlinge wird es in Unterkünften immer enger

Menden..  Mit 16 zusätzlichen Aufnahmen von Flüchtlingen erreichte die Stadt Menden in dieser Woche die Kapazitätsgrenze ihrer derzeit vorhandenen Übergangs-Unterkünfte an Bischof-Henninghaus- und Mühlenbergstraße. Das bestätigte Stadt-Sprecher Manfred Bardtke. Eine verdichtete Unterbringung, aber auch verstärkte Bemühungen um Privatwohnungen für Flüchtlinge hätten bisher für einen Puffer gesorgt. Doch beidem seien Grenzen gesetzt, und werde man auch danach sehen müssen, welche weiteren öffentlichen Gebäude noch für Aufnahmen in Frage kommen.

Denn die Zuweisungen an die Kommunen erfolgten unabhängig von tatsächlich vorhandenen Unterbringungs-Möglichkeiten nach einem Verteilschlüssel. Es hänge somit von der Gesamtzahl der Flüchtlinge ab, die nach Deutschland kommen, wie viele letztlich in NRW und dann auch in Menden unterzubringen sind. Zugleich dränge die Stadt Menden mit vielen anderen Kommunen darauf, dass die Dauer von Asylverfahren verkürzt wird, sagte Bardtke. Auch davon hänge eine mögliche Entspannung ab.

Wer etwa über ein „sicheres Drittland“ in Deutschland einreist, habe kaum Chancen auf einen positiven Bescheid, ebenso sogenannte Armutsflüchtlinge, die in ihren Herkunftsländern schwierige Lebensbedingungen, aber keine politische Verfolgung erleiden müssten. Auch die raschere Anerkennung als politischer Flüchtlinge eröffne neue Chancen für die Unterbringung.