Fünf Jahre Haft und Unterbringung im Entzug
20.06.2007 | 09:10 Uhr 2007-06-20T09:10:51+0200Iserlohn/Hagen. (sam) Mit fünf Jahren Gesamtstrafe und der Unterbringung im Entzug endete der Prozess für den 33-jährigen Iserlohner, der 2004 ein Geschäft in Holzminden und 2006 einen Supermarkt in Altena überfallen hatte (WP berichtete). Sein Fahrer bei
Bis zum Schluss blieb er dabei: "Die beiden anderen Jungs sind unschuldig, ich bin der Einzige, der schuldig ist", betonte der 33-jährige Drogenabhängige gestern in seinem "Letzten Wort" vor dem Hagener Landgericht und nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, sich öffentlich bei den "Betroffenen" zu entschuldigen.
Ihm hatte der Ankläger sein Geständnis und den erheblichen Suchtdruck zugute gehalten, strafverschärfend jedoch seine Vorstrafen sowie die Höhe der Beute ins Feld geführt und unter Einbeziehung einer älteren Strafe fünf Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Verteidiger Andreas Trode regte vier Jahre und sechs Monate an, die Kammer wählte mit dem Urteilsspruch quasi den Mittelweg.
Freigesprochen wurden der Iserlohner und einer der beiden Mitangeklagten im Hinblick auf einen geplanten Überfall auf einen Hagener Supermarkt. Hier waren sie nach einer erfolgreichen DNA-Untersuchung, Observationen und Telefonüberwachungen Ende des Jahres rund 100 Meter vom nächsten möglichen Tatort entfernt festgenommen worden. Der gescheiterte "Gehilfe" wird nun für die Zeit in der Untersuchungshaft entschädigt.
Der dritte Angeklagte aus Iserlohn, der den Haupttäter 2004 zu dem Restposten-Geschäft in Holzminden gefahren, ihn nach dem Überfall auch wieder treu abgeholt und noch nicht einmal etwas dafür bekommen hatte, wurde wegen Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Ihm wurde neben seinem Geständnis auch sein bislang vorstrafenfreies Leben zugute gehalten.
Die beiden Urteile und der Freispruch sind jetzt rechtskräftig.
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