Frömern wirbt zwischen Brötchen für schnelles Internet

Frömern. Die Verfechter des Breitbandausbaus in Frömern werben nicht nur auf einer eigenen Homepage und via Facebook eindringlich um die benötigten Vertragsabschlüsse. Außerdem werden sie am 17. Januar bei der Bäckerei Klemp über die Pläne informieren und Mitstreiter suchen. Wie Thilo Kamp im WP-Gespräch erklärt, soll dort von 9 bis 13 Uhr ein Info-Stand stehen. „Wir bieten Informationsmaterial an und natürlich Verträge zum Unterzeichnen.“ Anbieter Muenet, der den Ausbau durchführen soll, wird ebenfalls vor Ort sein.

Ostbüren hat es geschafft, die Hohenheide hat es hinbekommen. Nun möchte auch Frömern eilig mit auf die Datenautobahn aufspringen: Modernes, zeitgemäß schnelles Internet kann auch im südlichsten Fröndenberger Dorf ermöglicht werden – sofern 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit dem Anbieter Muenet abschließen, und zwar schon bis zum 31. Januar.

„Die Firme Muenet bietet uns mit Unterstützung der Stadt Fröndenberg eine einmalige Chance“, sagt Peter Quade, Anwohner des Mühlenwegs, und schwört seine Mitdorfbewohner auf der Homepage auf reges Mitmachen ein. „Gelingt es bis zum 31. 1. 2015, einen Anteil von 40 Prozent der Haushalte in Frömern für das Projekt zu begeistern, kann der Breitbandausbau noch in der ersten Jahreshälfte 2015 gelingen.“ Die Hausanschlüsse würden weiterverwendet, informiert Quade auf der Homepage. Zunächst mit einer Richtfunkstrecke, etwas später dann per Glasfaser werde das schnelle Internet ans Dorf herangeholt. Durch die VDSL2-Vectoring Technologie würden Datenübertragungsraten von bis zu 75 MBit/s erreicht.

40 Prozent sind zu erreichen – 7 Prozent waren bis gestern geschafft. Fehlen noch 33 Prozent. Es ist durchaus realistisch, die Lücke zu schließen. Viele Verträge werden erfahrungsgemäß kurz vor Ende der Zeichnungsfrist abgeschlossen, sogar danach folgen noch etliche. Wie Patrick Nettels von Muenet gegenüber der WP erklärt, gab es im Falle von Ostbüren „drei Tage vor Fristende unterzeichnete Verträge mit 28 Prozent der Haushalte, drei Tage nach Fristende waren es 58 Prozent“.

Auf ihrer Facebookseite warnt die Gruppe eindringlich vor allzu großer Sorglosigkeit: „Achtung, die 40 Prozent sind kein Selbstläufer“, gibt sie Zögerern mit.. „Wir benötigen einige Hundert Vorverträge, um die Zahl zu knacken. ,Erstmal gucken, was die anderen machen – das bringt’s leider nicht, wir können es nur gemeinsam schaffen.“