Frömern hat Internetquote erfüllt

Frömern..  45 Prozent der Frömerner Haushalte haben Internetverträge mit der Firma Muenet abgeschlossen – die notwendige Quote von 40 Prozent ist damit sogar überschritten worden.

Bei der Breitband-Initiative der Einwohner knallten deshalb am Wochenende die Sektkorken. Das schnelle VDSL kann kommen. Die Genugtuung der Unterstützer ist umso größer, weil die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche die Bezuschussung des Projektes abgelehnt und damit für Verwirrung gesorgt hatte. Die Breitband-Initiative musste nach Angaben von Thilo Kampe viele Gespräche mit potenziellen Internetkunden führen, um Unsicherheiten auszuräumen. „Das war nervenaufreibend“, berichtet er. Die Haltung der Stadtverwaltung habe die Unterstützerschar demotiviert. In den meisten Fällen hätte die Initiative die Menschen aber trotzdem vom Vertragsabschluss überzeugt. „Zuletzt hagelte es nur noch unterzeichnete Verträge“, berichtet Kampe im WP-Gespräch.

Funklösung hat Nachteile

Seinen Angaben zufolge hat die Firma Muenet mittlerweile bestätigt, dass sie den Breitband-Ausbau im Dorf auch ohne städtischen Zuschuss stemmen kann. Damit bekommen die Kunden nun eine kabelgestützte, schnelle VDSL-Verbindung. Kampe betont, dass die Alternative, die die Stadtverwaltung erwähnt hatte, nämlich ein Funknetz der Firma Anexe aus Bönen, viele Nachteile gehabt hätte. Bei dieser Funklösung würde jeder angeschlossene Haushalt eine Antenne mit Sichtverbindung zum Funkverteiler haben. Das sei an vielen Orten in Frömern schwierig bis unnötig. Auch Mieter dürften wohl kaum einfach so Löcher durch ihre Hauswand bohren, um eine Antenne zu montieren. Er kann nicht nachvollziehen, weshalb die Stadt diese Lösung als Alternative sehe. „Datentechnisch chaotisch“, sei das. „Die Stadt hat sich technisch offenbar nicht schlau gemacht.“