Frank Elbe setzt die Kanzelreden in der Bauernkirche fort

Iserlohn..  Vor einem Jahr hat Frank Elbe die Reihe der Kanzelreden in der Bauernkirche eröffnet und sein Publikum mit seinen Einblicken in die Osteuropa-Politik gefesselt. Nun legt der ehemalige Botschafter aus aktuellem Anlass nach und lädt zusammen mit dem Förderverein Bauernkirche zum zweiten Teil seiner Kanzelrede am Freitag, 28. Mai, um 19.30 Uhr ein – Thema: „Zur Krise in Russland. Gibt es Licht am Ende des Tunnels?“

Der nachdenklichen Analyse folgt der Blick auf Auswege

„Wir haben Krieg in Europa, einen Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West“, sagt Elbe, der während seiner Zeit im Auswärtigen Amt enger Mitarbeiter von Außenminister Genscher war. Weiter heißt es in der Einladung: „In der Ukraine haben bürgerkriegsähnliche Zustände großes Leid über das Land und die Menschen gebracht. Die USA und die EU einerseits und Russland andererseits führen einen Handelskrieg miteinander. Sie belegen sich gegenseitig mit Sanktionen. Die heimische Wirtschaft spürt bereits empfindliche Auswirkungen dieser Politik. Die Krise hat die Beziehungen zwischen der westlichen Staatengemeinschaft und Russland tief erschüttert. Sie spaltet auch die Menschen im Westen und in Russland über den Sinn einer Politik, die zu dieser verfahrenen Situation geführt hat. Das nukleare Zeitalter legt der Politik eine hohe Verantwortlichkeit auf, nämlich folgenden Generationen mehr zu hinterlassen, als nur die Verwaltung der Folgen einer verfehlten Politik. Zeichnen sich Lösungen ab, die nicht nur den Konflikt in der Ukraine beenden, sondern auch eine tragfähige Grundlage für die Fortführung der Zusammenarbeit mit Russland bilden?“ Zu dieser Frage wird sich der gebürtige Iserlohner Frank Elbe äußern. nach seiner nachdenklichen Analyse der Situation vor einem Jahr wird er seinen Blick nun auf Auswege aus der Krise richten.