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Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet

13.03.2016 | 17:05 Uhr
Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet
In der Flüchtlingsunterkunft in der Wunne hat es gebranntFoto: Feuerwehr

Bösperde.   Im Keller eines Mehrfamilienhauses in Bösperde brannte es in der Nacht zu Sonntag. Feuerwehrleute trafen im Haus auf schlafrunkene Bewohner.

Die Lage schien dramatisch. Aus einem Flüchtlingsheim in der Wunne in Bösperde drang Sonntagfrüh gegen halb eins dichter Qualm. Der Brand ging vom Keller aus. Als die Feuerwehr eintraf, standen zwar die meisten der 39 Bewohner vor dem Mehrfamilienhaus. Dennoch stellte sich den Brandschützer die bange Frage: Sind noch weitere Personen in dem Gebäude?

Die Wehr reagierte blitzschnell. In kürzester Zeit wurden mehrere mit Atemschutz ausgestattete Trupps in das Haus geschickt. Sie durchsuchten Wohnung um Wohnung. Tatsächlich fanden die Feuerwehrleute einige Bewohner, die wegen der späten Stunde nichts von den Flammen nichts mitbekommen hatten.

Lüfter machte Weg frei

Da das Mehrfamilienhaus vorwiegend von Flüchtlingen bewohnt wird, hatte die Wehr zwei Sorgen. Würde es zu Panikreaktionen unter den zum Teil traumatisierten Menschen kommen? Und: Wie würde die Verständigung mit Flüchtlingen funktionieren, die wenig oder kein Deutsch sprechen?

Die Mendener Feuerwehr orderte vorsichtshalber Rettungsdienstler aus der Nachbarschaft, aus Hemer, Iserlohn, Schwerte.

Die Sorgen, dass es zu Panikreaktionen der teilweise traumatisierten Menschen kommen könnte, bestätigten sich nicht. „Es gab einige Sprachbarrieren. Diese konnten aber überwunden werden“, sagte Feuerwehr-Sprecher Christopher Reimann. Retter und Geret-tete mussten durch das verqualmte Treppenhaus. Ein Hochleistungslüfter machte den Weg frei.

Draußen war es kalt. Die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Deshalb organisierte die Wehr einen Bus der MVG, um die große Gruppe der Brand-Betroffenen unterzubringen. Zwei Dolmetscher, die aus Hagen kamen, standen ebenfalls zur Verfügung.

Obendrein zeigte ein Anwohner Herz. Feuerwehr-Sprecher Christopher Reimann: „Kurzentschlossen stellte ein Nachbar seine Wohnung zur Verfügung, damit die teilweise mit kurzen Hosen, T-Shirt und Schlappen bekleideten Betroffenen nicht in der Kälte ausharren mussten.“ Dort wurden die Brand-Opfer weiter versorgt.

Der leitende Notarzt und eine Notärztin untersuchten 24 Personen. Zwei schwangere Frauen und drei weitere Personen mussten mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.

Das Feuer selbst war schnell gelöscht. Im Keller hatten Textilien und Unrat gebrannt. Doch was war die Ursache? Die Polizei entdeckte weder Einbruchsspuren noch Brandbeschleuniger. Nach Informationen der WP deutet einiges auf einen Streit unter Hausbewohnern. Kurz vor dem Einsatz wurde die Wehr alarmiert.

Jürgen Overkott

Kommentare
13.03.2016
23:26
Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet
von haralemm | #1

"Die Polizei entdeckte weder Einbruchsspuren noch Brandbeschleuniger. Nach Informationen der WP deutet einiges auf einen Streit unter...
Weiterlesen

2 Antworten
Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet
von FritzePfeiffer | #1-1

Ja.
Nein.

Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet
von Ogun | #1-2

nein
Ja

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Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet
Flüchtlinge in Menden aus verqualmtem Haus gerettet
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http://www.derwesten.de/staedte/menden/fluechtlinge-in-menden-aus-verqualmtem-haus-gerettet-id11647824.html
2016-03-13 17:05
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