Fledermauskästen und Baumgeister

Beim Familientag des SGV Menden: Pia und Meike Wyczisk (von links) mit Emily, Sophia und Greta und den neu gebauten Fledermauskästen. Das SGV-Familienfest bietet auch jungen Besuchern immer wieder viele Möglichkeiten.
Beim Familientag des SGV Menden: Pia und Meike Wyczisk (von links) mit Emily, Sophia und Greta und den neu gebauten Fledermauskästen. Das SGV-Familienfest bietet auch jungen Besuchern immer wieder viele Möglichkeiten.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Was kann es Schöneres geben als einen Tag in der Natur? Für die Damen und Herren des Sauerländer Gebirgsvereins jedenfalls wenige Alternativen. Am Samstag trafen sie sich an der SGV-Hütte an den Oeseteichen zum dritten jährlichen Familientag. Bei bestem Wetter wurde gegrillt, geredet und genossen.

Während die Erwachsenen sich um Kaffee, Kuchen und Grillgut kümmerten, durften die Kinder besondere Behausungen bauen: Fledermauskästen. „Vogelhäuschen kennt ja jeder, aber über Fledermäuse wissen die Kinder kaum etwas“, so der zweite Vorsitzende des SVG Menden, Heinz Brunert. Was ist der Unterschied? Brunert: „Fledermauskästen sind schmal und unten offen, weil Fledermäuse von unten hinein fliegen. Außerdem müssen sie eine raue Innenwand haben, damit die Tiere sich festhalten können.“

Über den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland erhielt der SGV Bausätze und umfangreiches Informationsmaterial. Unter der Aufsicht von Meike Wyczisk und ihrer Mutter Pia machten sich drei mutige Mädchen direkt ans Werk und klebten und schraubten drauf los. Doch die Kästen sollen nicht zu Hause im Keller verschwinden, sondern tatsächlich Fledermäusen eine Unterkunft bieten. „Stadtförster Dirk Basse wird uns zeigen, wo wir noch Kästen anbringen können“, war sich Heinz Brunert sicher.

Damit die Kinder aber etwas von ihrer Arbeit haben, bekamen sie Urkunden über eine Patenschaft für die Fledermäuse, außerdem verewigten sie sich auf den Holzkästen.

Figuren und Gesichter aus Ton

Neben dem Bauen der Kästen boten Meike und Pia Wyczisk noch Kinderschminken an, was allerdings eher nicht so gut ankam. „Die Schminke verläuft bei dem Wetter nur“, merkte Meike Wyczisk an. Dafür hatten sie und ihre Mutter fast noch mehr Spaß mit einem großen Klumpen Ton. Daraus entstanden Figuren und Gesichter, die als Baumgeister in den Wald gehängt wurden.