Fingerabdruck der Liebenden auf dem Ring und beim Kleid gern Spitze

Die Auswahl ist groß: Welcher Ehering soll es sein?
Die Auswahl ist groß: Welcher Ehering soll es sein?
Foto: WP

Bösperde..  Träume in weißer Spitze vermählen sich mit einem Traum aus Creme in Form eines pluderigen Damenhuts. Inklusive Perlenkette aus Zuckerkügelchen... Eine Hochzeitstorte, viel zu schade zum Hineinbeißen.

Duftige Tüllkleider anprobieren, O-Saft aus dekorativen Sektkelchen nippen und sich auf einen der schönsten Tage im Leben (der es ja werden sollte) an Ständen vorbeischlendernd freuen: ein herrlich entspanntes Vergnügen, das frau am Entspanntesten ohne den werdenden Ehemann im Schlepptau genießt, stattdessen kommt die Freundin, die Schwester, oft auch die Mutter mit als Bummelpartnerin und Ratgeberin.

Hochzeitsmesse in der Schützenhalle Bösperde: Wo sonst schützenbedingt klarer Männerüberschuss herrscht, machten sich die Herren am Samstag zwischen Spitzenkleidern und Weißgoldringen wieder auffallend rar. Nun ja, bei der Brautkleidanprobe hat der Bräutigam ohnehin nichts verloren.

Strahlend dreht sich Sabrina Müller in ihrem raschelnden Reifrock vor dem Spiegel, die Korsage ist perfekt geschnürt, das Traumkleid sitzt wie angegossen. Gabriele Wetzel Lohberg von „Flair“-Braut- und Abendmode richtet in diesem Jahr bereits die 17. Hochzeitsmesse aus. Sie und ihr Team kennen die Trends fürs Brautkleid 2015: „Gern Tüll und Spitze, eher warme Cremetöne als Schneeweiß... Creme schmeichelt eher dem Teint.“

Tortenkunstwerke

Creme satt macht auf den Tortenkunstwerken des jungen Konditormeisters Christian Hömberg Appetit aufs Heiraten. Der 30-Jährige kreiert mit seiner „Krümelbörse“ ausgefallene Hochzeitstorten auf Wunsch und lässt dabei wie ein Maler und Bildhauer seine Fantasie walten. So sieht eine seiner Torten täuschend echt wie ein luftig-leichter Sommerhut aus, zum Anbeißen sahneweiß mit einer riesigen Feder aus Reispapier geschmückt. Für so eine aufwändige Hochzeitsleckerei „brauche ich schon so sechs, sieben Stunden“, berichtet der junge Tortenkünstler.

Das Ergebnis ist allemal besonders; und den Wunsch nach dem Besonderen kennt auch Juwelier Ulrich Köster, einer der Gründungsväter der Hochzeitsmesse. Er erfand bereits vor 28 Jahren den „persönlichen Fingerabdruck“ auf dem Ring – als eingraviertes Muster, wie es individueller nicht denkbar ist. „Früher nahm ich dazu Wachsabdrücke, heute erledigt das der elektronische Scanner“, schildert Ulrich Köster. Oder die Namen der Liebenden im Morsealphabet... oder ineinander verschlungene Notenschlüssel für zwei, die sich bei einem Konzert kennen- und lieben lernten. Hauptsache: besonders.

Besonders muss auch die Hochzeitstafel sein, zwar klassisch, aber immer öfter fröhlich knallbunt, weiß Jennifer Sporrenberg vom Hotel Korth Iserlohn.

Fotoshooting mit Schirm

Und für das besondere Hochzeitsbild packt Fotografin Stefanie Rothenpieler – mit „Fotowerk“ das erste Mal von der Messepartie – immer Schirme und Gummistiefel ein, wenn zu einem Fotoshooting Regen angesagt ist: „Dann springt das Paar Hand in Hand durch die Pfützen.“