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Fichten fallen für Babywald

24.10.2011 | 14:25 Uhr
Fichten fallen für Babywald
Seit Montag werden in der Waldemei Fichten für eine neue Babywald-Fläche gefällt: (von links) Timo Tiironkoski (steuert den Harvester), Stadtförster Dirk Basse, Sebastian und Gregor Wagner von der Holzverwertungsfirma Schrage. WP-Foto: Corinna Schutzeichel

Menden.Mehrere hundert Fichten werden seit gestern in der Waldemei gefällt. Auf einer Fläche oberhalb der Leitmecke soll neuer Platz geschaffen werden für Mendens Babywald.

„Die Fichten hier müssen ohnehin weg“, sagt Stadtförster Dirk Basse und zeigt auf die von Kyrill geschädigte Fläche, die etwa zwei bis drei Hektar groß ist. Zum einen macht hier der Borkenkäfer dem Fichten-Bestand zu schaffen. Und zum anderen freuen sich mit Sicherheit auch die Anwohner darüber, erläutert Dirk Basse: „Denn die 30 Meter hohen Fichten nehmen ihnen viel Licht weg.“

Die Fällaktion ist für den Stadtforst mit keinerlei Kosten verbunden. Die Bäume werden von der Mescheder Holzverwertungsfirma Schrage mit einem 750.000 Euro teuren Harvester gefällt. Noch vor Ort werden die Bäume auf die jeweils passende Länge zugeschnitten (fünf Meter für die Sägeindustrie, drei Meter für die Papierindustrie). Der Stadtforst zahlt auf diese Weise keinen Arbeitslohn, und die Holzverwertungsfirma zahlt nichts für die Bäume. „Wir hätten die Bäume auch mit unseren Mitteln selbst fällen können“, erläutert Dirk Basse. „Aber ohne Harvester hätte das etwa zwei Wochen statt zwei Tage gedauert.“ Der Vollernter sei zeitsparender und effektiver.

Etwa 300 bis 400 Fichten sollen bis heute Abend entfernt werden. Bei der Babywald-Pflanzaktion im nächsten Mai sollen auf der Fläche dann neue Bäume (Eiche, Esche, Kirsche und Ahorn) gepflanzt werden. „Der Platz reicht für etwa zwei Jahre“, vermutet Dirk Basse. Im Laufe der nächsten Jahre sollen dann der bereits bestehende Babywald und die neue Fläche durch weitere – dazwischenliegende – Flächen zu einem großen Babywald „zusammenwachsen“.

Seit der vergangenen Pflanzaktion im Mai dieses Jahres haben 25 Mendener Eltern einen Baum für ihren Nachwuchs reservieren lassen. Dirk Basse hofft, dass es bis zum Frühjahr nächsten Jahres doppelt so viele sein werden. Denkbar sei auch, dass Eltern für ältere Geschwisterkinder entweder ebenfalls einen Baum pflanzen oder am Baum fürs neugeborene Kind einfach ein zweites Namensschild befestigen lassen. Dirk Basse: „Bei Interesse sollen Eltern einfach nachfragen.“

Corinna Schutzeichel

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