Feuerwehr bei heftigem Unwetter im Dauereinsatz

In Schwitten schlug der Blitz in die Antenne eines Hauses ein. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl verhindern.
In Schwitten schlug der Blitz in die Antenne eines Hauses ein. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl verhindern.
Foto: WP

Menden..  Die Feuerwehr war wegen des Unwetters gestern im Dauereinsatz: Immer wieder kam es durch Blitzschläge zu (kleineren) Bränden und zu Stromausfällen im Stadtgebiet.

Gegen 8.30 Uhr brannte es zunächst im Wünnefeld. Kaminholz, das an einer Holzfassade lagerte, war in Brand geraten. Ein Nachbar, der den Brand bemerkt hatte, begann mit den Löscharbeiten, den Rest erledigte die heimische Feuerwehr. Die Brandursache ist bislang unklar, erläutert Manuel Schmitz, stellvertretender Wachabteilungsleiter. Kurz darauf wurde an der Kolpingstraße ein Gebäudebrand gemeldet. In einem Garten brannte ein weiterer Brennholzstapel. Auch hier hatte die Feuerwehr das Feuer schnell im Griff.

Deckenlampe fliegt aus Verankerung

Wenig später folgte der dritte Einsatz: Am Morgensternweg in Bösperde schlug auf einem Feld ein Blitz in einen Baum ein, der anschließend zu kokeln begann.

Das Unwetter sorgte für einen weiteren Einsatz: An der Provinzialstraße schlug um 11.37 Uhr ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Eine Deckenlampe flog aus ihrer Verankerung, und der Schornstein auf dem Dach des Hauses begann zu brennen, berichtet Einsatzleiter Friedhelm Neumann. Die Hoenhorst-Kreuzung in Halingen musste kurzzeitig gesperrt werden, damit die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ausreichend Platz hatten. Ein Trupp unter Atemschutz kontrollierte den Spitzboden, insbesondere um den Schornstein herum, mit einer Wärmebildkamera. Von außen wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um auch hier Kontrollen durchzuführen. Offenes Feuer konnte glücklicherweise nicht festgestellt werden.

Auf der Schwittener Dorfstraße kam es gegen 15.20 Uhr zu einem Brand. Hier hatte ein Blitz in die Antenne des Hauses eingeschlagen, wodurch ein Feuer ausgelöst wurde. Bewohnerin Birgit Mescher (Fröndenbergs Gleichstellungsbeauftragte): „Ein Riesenlob an die Feuerwehr, die unheimlich schnell hier vor Ort war.“ Wie Einsatzleiter Friedhelm Neumann berichtet, konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl verhindern. Die weiteren Kontrollen der Feuerwehr mittels Wärmebildkamera und über die Drehleiter ergaben auch hier keine weitere Gefahr.

Damit war für die Feuerwehr der Einsatz-Marathon nicht beendet. Um 15.35 Uhr wurde Öl auf der Bieber in Lendringsen gemeldet. Zur Beseitigung eines Ölfilms wurde eine kleine Ölsperre errichtet.

Sturmschäden

Und ab kurz nach halb vier Uhr am Nachmittag wurden diverse Wasser- und Sturmschäden im Stadtgebiet gemeldet, zu denen die Feuerwehr ausrückte. Im gesamten Stadtgebiet wurden fast zeitgleich mehrere Wasser- und Sturmschäden gemeldet.

Um die Kreisleitstelle der Feuerwehr in Lüdenscheid zu entlasten, wurde an der Mendener Feuerwache ein Einsatzleitwagen als Meldekopf eingerichtet. Die Einsatzstellen konnten alle zügig abgearbeitet werden. Hier kam es beispielsweise zu überfluteten Kellern und Straßen oder durch den Wind abgeknickte Bäume und Äste. Auch mehrere Ampeln fielen gestern Nachmittag – unter anderem an der Kreuzung Westtangente/Märkische Straße – aus.

Nennenswerte Sachschäden und Personenschäden blieben laut Feuerwehr glücklicherweise gestern aus.