Familien im Alltag auffangen
06.02.2012 | 15:03 Uhr 2012-02-06T15:03:00+0100
Platte Heide.Die Mutter erkrankt schwer, der Vater verliert seinen Arbeitsplatz oder die Großeltern fallen plötzlich als Kinderbetreuer aus. Wenn der Alltag aus den Fugen gerät, ist manchmal Hilfe von außen notwendig. Das Projekt „Gemeinsam stark“ will Familien in außergewöhnlichen Belastungssituationen auffangen und unterstützen.
„Gemeinsam stark“ ist ein Projekt, das im Rahmen der „Frühen Hilfen“ durchgeführt wird. Die Stadt Menden organisiert es in Kooperation mit dem Familienzentrum Am Vollmersbusch. Wenn das Projekt angelaufen ist, sollen möglicherweise weitere Familienzentren im Mendener Stadtgebiet als Kooperationspartner folgen.
Normalerweise nicht im Blickfeld der Jugendhilfe
Zielgruppe sind Familien, die normalerweise gar nicht in das Blickfeld der Jugendhilfe geraten, erläutert Martin Schmidt, der die „Frühen Hilfen“ bei der Stadt Menden koordiniert. „Gemeinsam stark“ versteht sich als Präventionsprojekt, so dass aus einer Familie, die eine krisenhafte Situation durchlebt, erst gar kein „Fall“ wird.
Auf unbürokratische Weise soll Unterstützung organisiert und angeboten werden – „mit der Maßgabe, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten“, erklärt Martin Schmidt. Das kann zum Beispiel jemand sein, der zweimal pro Woche die Betreuung der Kinder übernimmt. Oder jemand, der sich unterstützend um den Haushalt kümmert oder einkaufen geht.
Kostenlose Hilfe ist ehrenamtlich
Die kostenlose Hilfe ist ehrenamtlich und zeitlich befristet. Wie häufig sich ein Helfer um eine in Not geratene Familie kümmert, ist vom Einzelfall abhängig, erklären Jutta Menne und Alexandra Henschel vom Familienzentrum Vollmersbusch: „Es geht darum, die Alltagspraxis wiederherzustellen.“
Familien, die Hilfe benötigen, können sich wenden an das Familienzentrum Vollmersbusch, Jutta Menne und Alexandra Henschel, 02373/66595. Kontaktaufnahme per E-Mail: Kita-vollmersbusch@menden.de.
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