Esken: Kein Grund zum Wehklagen in Menden

Hemers Bürgermeister Michael Esken: Wehklagen sei fehl am Platze.
Hemers Bürgermeister Michael Esken: Wehklagen sei fehl am Platze.
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Menden/Hemer..  Die Stimmenthaltung, mit der Bürgermeister Volker Fleige den künftig noch geringeren Anteil der Stadt Menden an den Gewinnen und Gewerbesteuerzahlungen der Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden quittierte, lässt seinen Hemeraner Amtskollegen Michael Esken eher kalt: Dass die neue Aufteilung in der Nachbarstadt nicht auf ungeteilte Begeisterung stößt, könne er zwar nachvollziehen, erklärte Esken jetzt in Hemer. Wehklagen darüber sei aber fehl am Platze. Die Anteile beider Städte aus den Gewinnen der Sparkasse würden wohl noch auf Jahrzehnte durch Rückzahlungen an den Sparkassenverband vermindert. Esken: „Da muss nämlich ein Betrag in satt zweistelliger Millionenhöhe für die Risikoabsicherung zurückgezahlt werden.“

Wie Fleige in Menden hatte auch Esken in Hemer der Politik die Satzungsänderung mitgeteilt, wonach der Anteil der Stadt Hemer an den Erträgen der Fusionskasse von 75 auf 77 Prozent ansteigt, während Menden statt 25 nur noch 23 Prozent davon erhält. Den Beschluss fasste Sparkassenzweckverbandsversammlung am Montag mit Zweidrittel-Mehrheit, was der Zusammensetzung mit Hemeraner und Mendener Vertretern etwa entspricht.

Aus Sicht der Stadt Hemer erntet sie damit indes nur die Früchte für die Risiken, die sie 2009 mit der Fusion der beiden Sparkassen einging, um die wegen fauler Kredite an den Rand der Pleite geratene Sparkasse Menden zu retten. Die Sparkasse Hemer musste damals aus ihrem Eigenkapital die Risiken abdecken, die oberhalb der vom Verband gewährten Abdeckung lagen.