Erträglichere Schritte für Kita-Eltern

Menden..  Mit dem Kindergartenjahr 2016/17 soll es eine neue Staffelung der Elternbeiträge geben, die nach den Jahreseinkommen der Eltern in 5000-Euro-Schritte eingeteilt ist. In drei Modellen, die von der Verwaltung jetzt erneut dazu vorgelegt werden, fallen die Beitragserhöhungen erheblich niedriger aus als heute. Jetzt kann es noch passieren, dass eine kleine Gehaltserhöhung, die das Jahreseinkommen über die nächste Schwelle bringt, vom fälligen Aufschlag für den Kindergarten mehr als aufgefressen wird. Denn der kann ohne Weiteres 80 bis 100 Euro im Monat betragen.

Im April hatte die Stadtverwaltung zwei Modelle vorgelegt, die 16 statt bisher zehn Einkommenstufen unterscheiden. Allerdings waren den Familienpolitikern im Kinder- und Jugendhilfeausschuss einige Sprünge auch in diesen Tabellen immer noch zu weit: Die Verwaltung bekam die Vorlage zur Überarbeitung zurück.

Für Antragstellerin zu spät

Für die nächste Sitzung des Ausschusses (Mittwoch ab 19 Uhr im Ratssaal) wurde das Beitragsnetz nun nochmals enger geknüpft. Allerdings erreicht keines der drei Modelle, die untere Einkommensgruppen schonen, die im Etat eingeplante Gesamteinnahme aus allen Elternbeiträgen für die Stadt. Die Modelle liegen zwischen 11- und 100 000 Euro darunter, je nach Höherbelastung von besser verdienenden Eltern. Das war im April noch anders, bedeutet jetzt, dass die Stadt draufzahlen müsste – und dürfte für neuerliche Debatten im Ausschuss sorgen.

Auslöserin war eine Mutter, die vor Jahren Beitragssprünge um fast 100 Euro im Monat für Normalverdiener kritisiert hatte. Für sie selbst dürfte die Novellierung der Beitragsstaffeln zu spät kommen: Ihr Kind ist 2016 wohl schon im Schulalter.