Ergotherapeut in Menden will Pionierarbeit leisten

Ergotherapeut Andreas Röbert bietet in seiner Praxis Neurofeedback an.
Ergotherapeut Andreas Röbert bietet in seiner Praxis Neurofeedback an.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In Süddeutschland weit verbreitet, in unseren Breitengraden eine Seltenheit: Neurofeedback. Ein Ergotherapeut aus Menden bietet diese Behandlungsmethode jetzt in seiner Praxis an. Krankenkassen kommen dafür auf.

Menden.. Durch den regen Kontakt mit Kollegen in Süddeutschland ist Andreas Röbert auf das Neurofeedback aufmerksam geworden. Nach der Schulung in einem Workshop hat sich der Ergotherapeut die dafür benötigten Gerätschaften angeschafft – Kostenpunkt 10 000 Euro.

Er verspricht sich von seiner Pionierarbeit „wahnsinnige Erfolge“. Einen ersten Meilenstein habe er bereits mit einer Patientin erreicht: Röbert berichtet von einer Epilepsie-Patientin, die aufgrund ihrer Erkrankung nicht arbeitsfähig war. Nach neun Sitzungen könne sie wieder einer Beschäftigung nachgehen. Der Ergotherapeut ist besonders stolz auf diesen Erfolg: „Sie ist meine Vorzeigepatientin.“

Keine Manipulation

Bei dem Verfahren werden Gehirnströme mit drei am Kopf des Patienten aufgeklebten Elektroden gemessen und von einem Computer live analysiert. Bilder, Filme oder Computerspiele regen dabei die Hirntätigkeit. Besonders wichtig ist Röbert, dass er nicht die Gedanken des Patienten lenke: „Ich manipuliere das Gehirn dabei nicht“, sagt er. Für einen Therapieerfolg sei es auch dringend notwendig, dass sich der Patient bei den Behandlungen wohlfühle.

Die Symptome bei Epilepsie, ADHS, Migräne oder Suchtverhalten sollen verringert werden. Dafür muss sich der Patient allerdings auf mehrere Therapiestunden einlassen. Die Behandlung werde jedoch von den Krankenkassen übernommen.