Enttäuscht über Steuer auf Zweitwohnung

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Mit der im Zuge der Haushaltssanierung im vergangenen Jahr eingeführten Zweitwohnungssteuer erlöst die Stadt Menden deutlich weniger Geld als erwartet. Das teilte Stadtkämmerer Uwe Siemonsmeier jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss mit.

Menden..  Mit der im Zuge der Haushaltssanierung im vergangenen Jahr eingeführten Zweitwohnungssteuer erlöst die Stadt Menden deutlich weniger Geld als erwartet. Das teilte Stadtkämmerer Uwe Siemonsmeier jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss mit. Der Grund: Die Überprüfung der Zweitwohnungen habe weniger zur Steigerung der Anzahl der Steuerpflichtigen geführt als vielmehr zu einer Bereinigung der Meldesituation. 85 Fälle seien gezählt worden, sagte Siemonsmeier. Ergebnis: „Wir haben jetzt 31 Hauptwohnsitze mehr als vorher.“

Plus bei der Vergnügungssteuer

Die Zweitwohnungssteuer kostet Steuerpflichtige 424 Euro im Jahr – für eine Mendener Durchschnittswohnung, die 75 Quadratmeter für je 4,71 Euro Kaltmiete kostet. Was die Erträge für den Stadtsäckel daraus angeht, „müssen wir aber deutliche Abstriche gegenüber den Erwartungen machen“, erklärte Siemonsmeier. Zugleich steige der Ertrag aus der erhöhten Vergnügungssteuer, deren Einnahme auf 900 000 Euro geschätzt worden war. Hier werde man wohl die Millionengrenze erreichen.