Emotionsfreie Entscheidung finden

Diskussion über die Mendener Schulen..  Herr Maywald genießt die volle Zustimmung der Eltern der Gesamtschulkinder, wenn er auf die notwendige Gleichbehandlung aller Schulen als Grundlage für weitere Entscheidungen hinweist. Nicht mehr und nicht weniger wird auch von diesen gewünscht. Die Entscheidung, Vertreter der einzelnen Schulen zum Arbeitskreis hinzuzunehmen, sollte von daher von allen Beteiligten positiv bewertet werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang nicht die Bevorzugung irgendeiner Schulform, sondern die möglichst effektive Nutzung bestehender Ressourcen zur optimalen Bildungsumgebung unserer Kinder ohne Rücksicht auf die farbliche Gestaltung des Parteibuches der involvierten Personen. Für eine möglichst emotionsfreie Entscheidungsfindung, die sich auch an den gegebenen Möglichkeiten finanzieller Budgets orientieren muss, sollten zunächst einfach die Fakten gesammelt und als Grundlage betrachtet werden:


1. Das Gebäude der Realschule Menden (RSM) ist nicht für eine Ganztagsschulform mit Oberstufe ausgelegt


2. Das Gebäude des Heilig-Geist Gymnasiums (HGG) ist seitens der Infrastruktur ganztagstauglich für eine Schulform mit Oberstufe gestaltet.


3. Für einen Umzug der RSM in das jetzige HGG-Gebäude werden Umbaumaßnahmen in erhöhtem Umfang erforderlich, um die Gebäudeinfrastruktur dem Bedarf der RSM anzupassen. Bestehende (in gutem Zustand befindliche) Fachräume für die Durchführung des Oberstufenunterrichts wären überflüssig und würden dementsprechend „umfunktioniert“.


4. Solange kein abschließender Beschluss vorliegt (in Lendringsen gibt es gegen die Schließung auch noch Gegenwehr durch die beheimateten Familien), dass die Realschule Lendringsen (RSL) mit der RSM zusammengeführt wird, besteht in dem HGG-Gebäude ein Überfluss an Räumlichkeiten, ggf. ist hier folgerichtig sogar mit Leerstand zu rechnen.


5. Ein Umzug der Gesamtschule Menden (GEM) in das jetzige Realschulgebäude würde ebenfalls zu einem erheblichen Investitionsbedarf für Um- und auch Anbaumaßnahmen führen. Es fehlen z.B. zahlreiche Klassenräume und Fachräume für die Oberstufe.


Falls die Stadtverwaltung bzw. der einberufende – und leider sehr spät beginnende – Arbeitskreis dennoch einen Umzug beider Schulen vorzieht, muss schnellstmöglich geklärt werden, wie und vor allem wann die notwendigen Umbaumaßnahmen erfolgen sollen. Ab Arbeitsaufnahme des Arbeitskreises bleiben noch fünf Monate bis zum Beginn des neuen Schuljahres…die Zeit läuft.
Melanie Dirksmeier, Menden