Eltern sollen online ihre Wünsche ankreuzen

Kastanienbasteln im Kindergarten St. Paulus.
Kastanienbasteln im Kindergarten St. Paulus.
Foto: WP

Menden..  Wie nahe am Bedarf von Eltern liegt die Kinderbetreuung in Menden? Welche Wünsche zu Kita-Zeiten oder Angeboten gibt es? Eltern oder Großeltern können dazu jetzt anonym Wünsche äußern.

Die Agentur Mark hat jetzt einen Fragebogen für Eltern ins Internet gestellt, der in wenigen Minuten auszufüllen ist. Den Auftrag erteilte die städtische Arbeitsgruppe zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Elf Fragen werden auf dem Bogen gestellt. Sie reichen vom Wohnort, Familienstand sowie Kinderzahl und -alter über die Wünsche zur Betreuung bis hin zu Gründen für den Wechsel von Einrichtungen. Auch Anregungen allgemeiner Art sind ausdrücklich erwünscht. Auslöser der Umfrage war der Antrag der CDU-Fraktion, die Stadt möge prüfen, ob es Bedarfe für eine Kinderbetreuung von 6 bis 22 Uhr gebe.

Bis Ende Februar steht der Fragebogen im Netz. Gesondert befragt werden Mendener Unternehmen, die auf einem speziellen Bogen ihre Sicht auf das Thema Vereinbarkeit deutlich machen sollen.

„Wir wollen herausfinden, ob wir mit unserem heutigen Angebot richtig liegen, wo eventuell zusätzliche Bedarfe sind, und wo noch ungelöste Probleme von Eltern liegen“, erklärte Jugendamtsleiter Ulrich Schewe gestern im Rathaus vor der Presse. Der Fragebogen sei genau genug, um stadtscharfe Zahlen zu erhalten, ohne die Anonymität in Frage zu stellen, erklärte Marlene Hildebrand vom „Kompetenzzentrum Frau und Beruf“ der Agentur Mark. „Der Online-Bogen ist eine verhältnismäßig unaufwändige Möglichkeit, belastbare Fakten zu erhalten.“

Bedarfs-Abfragen für einzelne Kitas seien grundsätzlich auch nichts Neues, ergänzte Christiane Meißner vom Team „Netzwerk und Stadtmanagement“ im Rathaus. Auf solche Umfragen gingen Öffnungszeiten zurück, die in Mendener Einrichtungen schon heute zwischen 6.45 und 7.30 Uhr liegen. Zudem biete der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schon heute Randzeiten-Betreuung an.

Sollte die Befragung einen Bedarf an zusätzlichen Angeboten ergeben, soll dies auch in die Politik getragen werden, erklärte Schewe.