Eltern machen Gesamtschule
16.12.2011 | 18:37 Uhr 2011-12-16T18:37:00+0100Menden. Mit eigenen Ideen können sich die Eltern der künftigen Gesamtschüler jetzt an der Planung beteiligen.
Welche Arbeitsgemeinschaften soll es an der künftigen Gesamtschule Menden geben, welche Kooperationen mit Firmen, und wie soll das Ganztagsangebot aussehen? Mit eigenen Ideen können sich die Eltern der künftigen Gesamtschüler jetzt an der Planung beteiligen.
Bei der Elterninformation am Donnerstagabend teilte der Förderverein Gesamtschule Arbeitsblätter aus, auf denen die rund 70 erschienenen Mütter, Väter und Kinder eigene Vorschläge aufschreiben konnten. Der Förderverein will diese Ideen an die „Task Force“ weiterleiten, die von der Stadt mittlerweile eingerichtet wurde, um das didaktische Konzept für die neue Schule zu erstellen.
Dass die Ideensammlung keine Schauveranstaltung ist, sondern das Ergebnis ernst genommen wird, betonten neben den Sprechern des Fördervereins auch die beiden Referenten: der frühere Gesamtschulleiter Hannes Niehaus sowie Kai Hartmann, Lehrer an der Gesamtschule Hemer und deren Mitbegründer. Denn das Mitwirken der Eltern ist ein wesentliches Element jeder Gesamtschule.
Kai Hartmanns Erfahrungen aus der Gründung der Gesamtschule Hemer waren stark gefragt. Denn nicht nur die Mendener Gesamtschule startet zunächst unter einem Dach mit einer Hauptschule, mit der Hauptschule am Gelben Morgen nämlich – auch in Hemer „wächst“ die Gesamtschule derzeit in einem Hauptschulgebäude heran. Das funktioniere aber ohne Reibereien, berichtete Hartmann. Er nahm einigen Eltern auch die Sorge, dass sich zum Schuljahresbeginn nicht genügend Lehrer fänden. Erfahrungsgemäß bewerben sich an neuen Gesamtschulen mehr Pädagogen, als er Arbeitsstellen gibt, ergänzte Schulleiter a.D. Niehaus.
Reinhard Arnt vom Förderverein rechnet damit, dass möglicherweise schon am 7. Januar die Bezirksregierung die Gründung der Gesamtschule formell genehmigen wird. Die Mendener Stadtverwaltung habe ihren Antrag so hervorragend formuliert, „dass er in Arnsberg mit Priorität bearbeitet wird“. Am 13. Februar werde dann zeitgleich mit den übrigen weiterführenden Schulen die Anmeldewoche beginnen.
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