Eltern kämpfen gegen Rathaus-Plan
08.09.2010 | 19:30 Uhr 2010-09-08T19:30:00+0200
Menden.Die Stadtverwaltung wird der Politik vorschlagen, keine neuen i-Dötze mehr an der Westschule einzuschulen.
Zum Schuljahr 2011/12 sollen nach diesem Konzept keine Lernanfänger mehr aufgenommen werden, zum 1. August 2012 würden die Schulen dann zusammengelegt – und zwar auch räumlich an einem Standort.
Plan braucht politische Mehrheiten
Beschlossene Sache ist das Ganze aber noch nicht, vielmehr braucht die Verwaltung für diesen Plan eine politische Mehrheit. Und dagegen werden die Eltern der Westschul-Kinder weiter kämpfen, das machten sie gestern bei einem Treffen mit Bürgermeister Volker Fleige deutlich.
Er habe sie zwar charmant verpackt, aber dennoch sei es eine „Bombe“ gewesen, die der Bürgermeister gezündet habe. So wertete der Schulpflegschaftsvorsitzende Michael Toups den von Fleige und der stellvertretenden Schul-Fachbereichsleiterin Gabriele Wesselmann vorgestellten Verwaltungs-Plan, ab dem kommenden Schuljahr keine Lernanfänger mehr an der Westschule einzuschulen und sie zum 1. August 2012 mit der Josefsschule in einem Gebäude zu verschmelzen.
Fleige schob gleich nach: „Das ist noch nicht beschlossen.“ Für den Plan müsse die Verwaltung erst eine politische Mehrheit im Rat erhalten. Selbst Felicitas Ismar, die Leiterin des schon jetzt bestehenden Verbunds der West- und Josefschule war von diesem konkreten Plan überrascht worden.
Allein Zahlen entscheiden
Fleige hatte zuvor schon zum Unmut der rund 30 Elternvertreter sehr deutlich gesagt, dass er und seine Verwaltung künftig angesichts zurückgehender Schülerzahlen nur noch Platz für eine konfessionsgebundene Grundschule in der Innenstadt sehen. Bis zur Ankündigung der Pläne für das kommende Jahr hatte Fleige noch vermieden, von einer Schließung der Westschule zu sprechen: Die Verwaltung werde vielmehr „knochentrocken anhand von Zahlen“ entscheiden, welcher Standort – Josef- oder Westschule – für Schulzwecke und eine Alternativnutzung besser geeignet sei.
Die Westschul-Eltern zeigten gestern einmal mehr ihre Kampfbereitschaft für den Erhalt. Sie kritisierten, dass die Westschule schon länger durch immer wieder kehrende Schließungsgerüchte tot geredet werde, was sich negativ auf Anmeldezahlen auswirke.
Gegen den Verwaltungsplan wollen sie eine politische Mehrheit organisieren und für mehr Anmeldungen kämpfen. Denn, so sagte gestern Schulleiterin Ismar, bei deutlich mehr Anmeldungen könne auch über eine zweite Eingangsklasse geredet werden.
Die Eltern kritisierten, dass eine Zusammenlegung der Schulen hohe Kosten verursachen würden. Sie sehen gute Argumente für den Standort Westschule: Sie habe ein Qualitätssiegel und sei auch verkehrlich besser erschlossen.
11:43
@4:
Es geht den Eltern nicht in erster Linie darum, den Standort auf Teufel komm raus zu erhalten.
Es geht vielmehr darum, die Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und sicherzustellen, dass bei der ganzen Planung wirklich ein positiver Effekt für das Finanzsäckel entsteht und gleichzeitig für beide Schulen an einem Standort eine optimale Lösung gefunden wird. Nach Ansicht der Eltern der Westschule bietet der Standort Westschule für die Kinder mehr Möglichkeiten als der Standort Josephschule (Verkehrstechnische Anbindung, OGS, Spielplätze etc.) Wir wollen sachlich mit der Verwaltung diskutieren - aber das ist nicht möglich. Der BM kommt in die Veranstaltung, stellt fest, es ist so und wird umgesetzt. Von der Umsetzung seines privaten, seit langem gehegten Lebenstraum will ich jetzt hier erst gar nicht anfangen. Er stellt anfänglich fest, die Kosten wären gerechnet worden; wenige Minuten später auf Nachfrage wird festgestellt, es gibt keine genauen Kostenplan - ob der Umzug wirklich so günstig wird, wie angenommen, ist nicht bekannt - die Kosten würden sowieso überzogen werden.
Und der BM / Verwaltung macht sich augenschenlich noch nicht mal die Mühe, den Gegenvorschlag der Eltern rechnen zu lassen.
Das kann doch wohl nicht sein.
Und zum Thema Bewegung:
so lange das ganze Kostenneutral ist bzw. zu Gunsten der Finanzen positiv auswirkt, spricht da nichts gegen. Aber was bitte schön nutzt ein Museum, das z. B. nicht wirklich von der arbeitenden Bevölkerung besucht werden kann.
Und zum Thema Rathausvorplatz und Glockenteichbach: es ist schön, das da was passieren soll - aber das Geld wäre wahrlich woanders besser angelegt.
Meine Meinung.
09:41
an Fichtenbaum und Mendener:
zu diesen Kommentaren ist wirklich jeder Kommentar überflüssig
Bei fehlenden Kindern kann ein derartiger Schulbau nicht weiter gehalten werden. Wollen die betreffenden Eltern bzw. Schulpflegschaftsvorsitzenden die Schule selbst unterhalten? Eine Zusammenlegung mit der Josefschule und Standort Josefschule ist mehr als logisch. In die freiwerdende Westschule die VHS und Musikschule ziehen lassen und das Alte Hospiz als Industrie-Museum nutzen.
Dann kommt endlich wieder Bewegung in die Mendener Schul- und Kulturstadt. Durch die Neugestaltung des Rathausvorplatzes am Alten Rathaus wird die gesamte Innenstadt aufgewertet und durch den Glockenteichbach auch erlebnisreicher. Seien wir doch froh, dass sich etwas tut in Menden. Nicht immer nur SCHWARZ sehen (Wortwitz).
08:54
@Mendener
Einfach mal lesen aber Vorurteile pflegen ist einfacher.
Allein Zahlen entscheiden
Fleige hatte zuvor schon zum Unmut der rund 30 Elternvertreter sehr deutlich gesagt, dass er und seine Verwaltung künftig angesichts zurückgehender Schülerzahlen nur noch Platz für eine konfessionsgebundene Grundschule in der Innenstadt sehen.
16:25
Er will die Schule zumachen und anders nutzen - und er wird seinen Willen bekommen ... Leider!
Und diesen Mann hat man zum Bürgermeister gemacht ... sicherlich im Nachhinein keine sinnvolle Alternative!
15:40
Kommentar überflüssig Herr Fleige