Eltern fordern zusätzliche Lehrer für kleinere Grundschulklassen

Fröndenberg..  Landesschulministerin Sylvia Löhrmann bekommt Post aus Fröndenberg. 33 Eltern beschweren sich über zu große Eingangsklassen in der Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg. Ihrer Ansicht nach ist in großen Klassen eine Förderung der Kinder schwierig. Deshalb fordern sie in einem offenen und von allen unterzeichneten Brief für die Gemeinschafsschule eine Ausnahmeregelung. Zumindest in den „grundlegenden Fächern Deutsch und Mathematik“ sollen die Klassen aufgeteilt und von zusätzlichen Lehrern unterrichtet werden.

52 Mädchen und Jungen sind nach Angaben der Elterninitiative für das kommende Schuljahr angemeldet worden. Sie werden auf zwei Eingangsklassen verteilt werden. Denn für NRW, das wissen die Eltern, ist als Richtwert eine Klassenhöchstgrenze von 28 Kindern vorgesehen. Es hätten fünf Anmeldungen gefehlt, um drei Eingangsklassen einzurichten. Allerdings werden diese fünf zusätzlichen Kinder gewiss dazustoßen, glauben die Eltern: Flüchtlingskinder oder zurückgestufte Kinder kommen nämlich noch dazu. Doch selbst wenn die Klassenhöchstgrenzen dadurch überschritten würden, dürfe eine dritte Klasse frühestens zum Schuljahr 2016/2017 eingerichtet werden, erklärt Marie Vogt gegenüber der WP. Und Flüchtlingskinder würden vermutlich eher zusätzlichen Förderbedarf haben.

In ihrem offenen Brief an die Schulministerin erwähnt die Elterninitiative, dass NRW die bundesweit größten Klassen habe – und gleichzeitig im Bildungsmonitor 2014 den vorletzten Platz belege.