Einwanderer verstehen die Lehrer nicht

Menden..  Die Stadtverwaltung sucht händeringend Dolmetscher, um mit EU-Einwanderer-Eltern ins Gespräch zu kommen. Grundschulleiter Heinz-Josef Karhoff (CDU) berichtete im städtischen Schulausschuss von äußerst schwierigen Situationen im Schulalltag. Er habe mittlerweile acht Schüler, die nur Bulgarisch beherrschen, sagte der Rektor der Albert-Schweitzer-Schule Lahrfeld. Es sei auch nahezu unmöglich, den Eltern selbst die einfachsten praktischen Dinge zu erklären. „Wir haben überhaupt keine Möglichkeiten zu kommunizieren.“

Die Sprach-Probleme seien auch in der Stadtverwaltung schon zur Sprache gekommen, sagt Schul-Fachbereichsleiter Ulrich Menge. Es gebe an den Grund- und weiterführenden Schulen „zwei Problematiken“: Flüchtlingskinder, deren Eltern einen Asylantrag stellen, und Kinder von EU-Einwanderern, die zum Beispiel aus Bulgarien legal nach Deutschland kommen. Man wolle auf den Zustrom beider Gruppen reagieren, sagt Menge: „Wir werden innerhalb der Schulverwaltung eine Anlaufstelle schaffen.“ Bislang sei es gelungen, Sprachbarrieren immer mit fremdsprachenkundigem Personal aus der Stadtverwaltung aufzufangen. Für Bulgarisch habe sich noch kein Experte gefunden. Deshalb müsse dafür jetzt wohl ein externer Dolmetscher gesucht werden, der gegen Entlohnung Übersetzungsaufgaben wahrnimmt.