Ein Stadtfest im Zeichen des Fahrrads
15.05.2011 | 19:16 Uhr 2011-05-15T19:16:00+0200
Menden. Zur Eröffnung am Sonntagmorgen waren vor allem die offiziellen Vertreter aus Politik, von Tourismus-Verbänden und Organisationen erschienen. Am frühen Nachmittag, pünktlich zum Beginn des verkaufsoffenen Sonntags, füllte sich die Innenstadt dann aber mit zahlreichen Besuchern.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Ruhrtal-Radweg-Festes: Die Rad-Saison wird mit diesem Fest eröffnet, immer im Wechsel im Sauerland und Ruhrgebiet. Das Mendener Stadtmarketing hatte diese Chance genutzt und ein Familienprogramm erarbeitet, das bereits mit Musik am Freitagabend gestartet war (die WP berichtete). Das Motto des Festes „Menden in Fahrt“ sollte auch symbolisieren, dass die Stadt in Bewegung nach vorn ist, neue Möglichkeiten erschließen und sich möglicherweise stärker als Radstadt etablieren möchte.
„Auf dem Ruhrtal-Radweg verbinden wie Kultur und Natur auf engstem Raum, Geschichte und Geschichten“, sagte Bürgermeister Volker Fleige. „Wenn Berlin von sich behaupten kann, arm aber sexy zu sein, können wir im Nordkreis feststellen: Wir sind klein, aber oho.“ Gerade der Wochenend-Tourismus sei eine Chance für Menden.
Eckhard Henseling vom Sauerland-Tourismus stellte noch einmal die Entwicklung des Radweges vor: „Im Jahr 2003 entstand die Projektidee, am 30. April 2006 wurde der Ruhrtal-Radweg in Witten eröffnet.“ Die Branche Radtourismus wachse stetig, allein im vergangenen Jahr seien 8 000 Radwanderkarten verkauft worden. Der WDR habe seine Hörer gefragt, was ein NRW-Bürger in seinem Leben getan haben müsse. „Die Antwort ,Den Ruhrtal-Radweg befahren’ ist auf dem fünften Platz gelandet“, zeigte sich Eckhard Henseling stolz. „Mit ihm werden die Attraktionen von Orten vernetzt und erschlossen.“ Dabei wollen sich die Tourismus-Verbände Sauerland und Ruhr auch die jüngeren Zielgruppen erschließen: Es sei eine Radweg-App fürs Handy geplant.
Anschließend waren die VIP-Gäste aus Politik und Verbänden zum Empfang ins Alte Rathaus geladen. Museums-Leiterin Jutta Törnig-Struck berichtete Interessierten auf einer Stadtführung aus Mendens spannender Geschichte.
Die Besucher probierten vor allem zahlreiche Aktionen aus. Nur ein kleiner Teil der Besucher war mit dem Rad angereist. Gegen halb zwei am Nachmittag vermeldete der bewachte Rad-Parkplatz an der Hönne 55 abgestellte Drahtesel. Wer sein Rad hier parkte, dessen Velo bekam einen kleinen Sicherheits-Check von Experten. Unter dem Zeltdach testeten Kinder ihre Geschicklichkeit im Fahrrad-Parcours. Besonders beliebt bei den Besuchern war auch die Tourismusmeile, auf der sich die Städte des Ruhrtal-Radwegs in Zelten vorstellten.
Die Baustelle am Alten Rathausplatz sorgte indes nicht für größere Schwierigkeiten. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich das neue Pflaster, das bereits zu großen Teilen verlegt ist, einmal aus der Nähe anzusehen. Ein Teil des Platzes war begehbar.
Aus Sicht der Mendener Werbegemeinschaft war das Stadtfest ein voller Erfolg. „Ich habe selten einen Mendener Frühling erlebt, der so ein buntes und abwechslungsreiches Programm geboten hat wie dieser“, sagte der Vorsitzende Ulf Schulte-Filthaut. Der Samstag sei ein eher ruhiger Besuchertag gewesen, am Sonntag sei es aber auch aus Händler-Sicht sehr gut gelaufen. „Es waren viele Besucher da“, sagte Ulf Schulte Filthaut am späten Nachmittag. „Da wir diesmal aber auch den Neumarkt und die Unnaer Straße miteinbezogen hatten, hat sich das Gedränge entzerrt.“
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