Ein Drittel der NPD-Kandidaten will nicht gewählt werden
07.08.2009 | 09:00 Uhr 2009-08-07T09:00:00+0200Menden. Der Mendener NPD gehen die Kandidaten aus. Mittlerweile hat die NPD ein Drittel ihrer Stadtrats-Bewerber verloren.
In 21 besetzten Wahlbezirken gibt es sieben junge Männer, die bereits bitten: „Wählt uns nicht!” Im Gegenzug haben die Rechtsnationalen eine Unterlassungserklärung gegen zwei ihrer Mitstreiter wider Willen eingereicht.
Donnerstag meldeten sich in der WP-Redaktion verzweifelte Eltern, deren Söhne Kandidaten sind und es nicht sein wollen. Gabriele Diersch, Mutter des 18-jährigen Maurice, sagt: „Mein Junge ist überrumpelt worden.” Maurice sei Pfingsten mit mehreren Freunden unterwegs gewesen, so seine Mutter. Dort sei er — stark alkoholisiert — angesprochen worden und um seine Unterschrift gegen den Bau einer Moschee gebeten worden. „Und jetzt haben wir gehört, dass sein Name als NPD-Kandidat in der Zeitung steht”, sagt die entsetzte Mutter. „Er weiß doch nicht mal, wie gewählt wird und interessiert sich überhaupt nicht für Politik.”
Donnerstagmorgen entdeckte Gabriele Diersch auf dem Weg vor ihrem Haus ein durchgestrichenes Hakenkreuz, das jemand dorthin gesprüht hatte. Im Postkasten fand sie ein Schreiben der so genannten Gruppe „Via Fora”, das mit den Worten „Guten Morgen, NPD-Mitglied” beginnt und sich kritisch mit den NPD-Inhalten auseinandersetzt. Der einseitige Flyer endet mit dem Hinweis: „Versuchen Sie doch bitte, Ihre Augenbinde abzunehmen und am besten Ihre Eselsmütze gleich dazu, falls sie Ihnen noch nicht angewachsen sein sollte. . .”
Auch Uwe Bodendorf, Vater von Dominik Bodendorf, der sich bereits Anfang der Woche öffentlich von seiner Kandidatur wider Willen distanziert hatte (WP berichtete), versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Namen seines Sohnes von der Kandidatenliste zu bekommen. Nach rechtlicher Beratung weiß er allerdings: „Unser Anwalt hat uns geraten, nicht dagegen vorzugehen. Die Chancen seien sehr, sehr gering, da alle Fristen abgelaufen sind.” Uwe Bodendorf fragt in Richtung Timo Pradel (NPD-Kreisvorsitzender) und Klemens Rumland (Vorsitzender des NPD-Ortsverbandes Menden): „Wenn es wirklich stimmen würde, dass mein Sohn einverstanden gewesen wäre, für die NPD zu kandidieren: Warum hat nicht einer der beiden mal angerufen und bei meinem Sohn nachgefragt, warum er nicht kandidieren will?”
Die NPD bleibt indes bei ihrer Darstellung, die jungen Männer hätten sehr wohl gewusst, auf was sie sich einlassen. Der NPD-Ortsvorsitzende Klemens Rumland berichtet, seine Partei habe eine Unterlassungsklage gegen zwei der Abtrünnigen eingereicht: „Die sollen nicht länger behaupten, dass sie nicht gewusst haben, auf was sie sich einlassen.”
23:47
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20:50
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13:11
@26:
Nie NPD ist zur Europawahl gar nicht angetreten, Sie Inteligenzbestie. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die [...] halten...
06:35
@26: Wer lesen kann ist immer klar im Vorteil. Scheinbar können Stadtratsmitglieder etablierter Parteien jedoch nicht lesen...
20:07
....... wenn ich hier lese, wie viel brauner Sche...e verbreitet wird und mit welchen engstirnigen Parolen von dieser Seite versucht wird, alles schön zu reden, kann man das Kot… bekommen. Wer ein bisschen Grips im Kopf hat, erkennt doch sofort, worum es bei dieser „Partei“ geht. Die Gründe sind doch schon im Kommentar #24 geschildert worden. Das man dabei über jegliche Art von Anstand und Sitte verstößt (im Übrigen ein hohes Gut bei den Rechten) kann man getrost beiseite legen. Man ist hierbei lediglich „Zielorientiert“, sprich: man will Wählerstimmen sammeln. Zudem will man versuchen, die allgemeine politische Unzufriedenheit zu nutzen um sogenannte Protestwähler für sich zu gewinnen. Wollen wir hoffen, das die Mendener mehr Grips im Kopf haben, fleißig wählen gehen und somit die Herren Pradel und Rumland außen vor lassen.
Im Übrigen muss ich mich noch korrigieren: Kreiskassenniveau war zu hoch ----- es liegt wohl eher noch unter dem Niveau einer Thekenmannschaft.
18:27
der Patriot kennt noch nicht mal den Termin, an dem er zurückschlagen will. Hoffentlich denken alle das der 31.08 der Tag der Abrechnung ist und nüchtern am Sonntag schön ihren Siegestaumel aus um am Montag festzustellen das Sie nicht wählen dürfen und verfallen anschließend in Katerstimmung.....LoL.... Ja ich gehe fest davon aus, das Maximal nur einer in den Rat kommt, der dann auch nur bei der Einführung erscheint, ein wenig seines geistigen Mülls rauslässt und anschließend niemals mehr wieder gesehen wart. Denn zu den anstehenden Problemen der Stadt Menden kann er sich ja nicht äußern, da Sie noch nicht einmal ein Wahlprogramm haben. Sollten Sie jetzt auf die Internetabstimmung verweisen, sage ich: jeder halbwegs begabte Hirntote, weiß das man diese fälschen kann, denn wer keine feste IP hat, brauch einfach nur den Browser schließen um ihn anschließend neu zu öffnen und zack kann er neu abstimmen. Außerdem hat die Europawahl gezeigt wie deutlich die NPD selbst von einer niedrigen Wahlbeteiligung NICHT profitieren kann. Denn Chaoten gehen immer wählen, Idioten dagegen sehen die Wahl auch ohne ihre Stimme als gewonnen an. Deshalb wählen gehen!!!!!!!!!!!!!
01:00
@24: Zu Ihren geäußerten Parollen kann ich nur sagen: Was bitteschön ist denn bei den Direktkandidaten der etablierten Parteien, bzw. bei Ihrer Partei anders? Stellen die (Sie?) nicht auch Marionetten auf, die keine realen Chancen auf einen Einzug in den Stadtrat haben, um möglichst viele Kandidaten ihrer Reserveliste reinzubekommen? Übrigens wäre ich mir an Ihrer Stelle nicht so sicher, daß die NPD nur einen Sitz im Stadtrat erhält. Am 31.08. wissen wir mehr...
16:50
Der eigentliche Grund, warum überhaupt soviele Kandidaten aufgestellt sind, ist nicht weil diese die Chance haben sollen in den Stadtrat einzuziehen. Nein, man kann in einen Wahlbezirk nur gewählt werden, wenn man auch einen Kandidaten in diesem Bezirk hat. Was macht man also wenn man zu wenig Parteimitglieder in der Partei hat. Richtig, mann ködert Marionetten, die einfach nur auf dem Papier stehen sollen um 1 oder 2 Stimmen nicht im Nirvana verschwinden zu lassen. So dass im endeffekt, diese stimmen zwar nicht zum Direkteinzug führen, aber wenigstens die Chance wahren, dass Platz 1 der Reserveliste in den Stadtrat einzieht. Wie es aussieht scheinen die Nazi nach all den Jahren ihre Masche immer noch nicht geändert zu haben: Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Parollen statt Lösungen, Gegeneinander, statt Miteinander. Dumm nur wer das nicht sieht und schade das es keine 5% Hürde in der kommunalen Ebene gibt. Deshalb: Alle wählen gehen, je höher die Wahlbeteiligung, desto weniger fallen die Stimmen dieser Verwirrten auf.
23:18
@22:
Wer lesen kann, ist immer klar im Vorteil:
http://www.npd-bodensee-konstanz.de/pdf/aktionsprogramm.pdf
10:26
Sagen Sie mal, Herr Pradel, was halten Sie eigentlich davon, dass für die CDU Thüringen ein afrikanisch-stämmiger Politiker antritt? Würde ihr ortskommando auch vorstellig werden, um ein persönliches Gespräch mit dem Angebot zur Heimreise zu suchen?
Ihr Verein ist leider viel zu lächerlich, um in politischer Form ernst genommen werden zu können. Besteht das Parteiprogramm eigentlich noch aus anderen Punkten als Deutschland den Deutschen und Die Wehrmacht war ehrenhaft?