„Ein denkwürdiger Tag für Ardey“

Ardey..  Wenn Ardeys „Neue Mitte“ eines fernen Tages abgerissen wird, dann wird die staunende Nachwelt in den Grundmauern die Rede eines gewissen Theodor Rieke zur Grundsteinlegung finden:

Der Aufsichtsrats-Vorsitzende der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) bringt darin „an einem denkwürdigen Tag für Ardey“ die Hoffnung auf eine gute Zukunft zum Ausdruck, zu der das 4,4-Millionen-Projekt am alten Gemeindehaus beitragen möge. Denn genau das sagte Rieke gestern vor annähernd 100 Ardeyern, die zum Festakt erschienen waren. Und sein Manuskript wurde kurzentschlossen mit zur Tageszeitung, den Münzen und dem Bauplan in die Röhre gepackt, die es dann in den Grundstein des Neubaus einzubringen galt.

Eine leidenschaftliche, wenn auch nicht eingemauerte Rede hielt dann Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe: „Wir legen hier und heute zwei Grundsteine“, sagte er. Einer gründe das Gebäude, ein anderer die neue Ardeyer Mitte. Und die sei eben nicht aus Stein, sondern bestehe aus dem Engagement vieler Bürger. „Dieser Grundstein ermöglicht es Ardeyer Bürgern dank der barrierefreien Bauweise so lange wie möglich weiter am Dorfleben teilzuhaben, statt fortziehen zu müssen in ein Altenheim.“

Bielefelder Modell

Die kommunikative Bauweise mit dem im zweiten Bauabschnitt geplanten Bewohner- und Nachbarschaftstreff im Ex-Gemeindehaus sowie das nach dem „Bielefelder Modell“ geplante Miteinander von Jung und Alt im neuen Quartier sollten ebenfalls dazu beitragen. „In den eigenen vier Wänden wohnen, in der Gemeinschaft leben“ lautet das Motto.

Schon in der Entstehung seien alle Beteiligten inklusive der UKBS neue Wege gegangen: „Wie viele Sitzungen, wie viele Workshops hat es gegeben, um dies hier zu entwickeln?“, fragte Rebbe, um dafür allen engagierten Teilnehmern im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt zu danken. Wie Rebbe erklärte auch UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer, dass man zurzeit mit interessierten Ärzten und Kliniken in Gesprächen stehe, um das vorgesehene Medizinische Zentrum realisieren zu können. Ende Juli solle dies unter Dach und Fach sein.

Fischer machte deutlich, dass dieses Gemeindezentrum auch aus der Sicht seines Unternehmens einzigartig sei. Dann aber waren der Worte genug gewechselt, und gemeinsam mit Rieke und Rebbe schritt Fischer zur Tat. Der Grundstein samt Rede ist gelegt.