Ein Abschied nur als Vizechef

Menden..  „Es freut mich sehr, Sie in Ihrer Feuerwehr-Uniform zu sehen, weil das bedeutet, dass Sie uns mit Ihrer Erfahrung und Kompetenz erhalten bleiben“, sagte Bürgermeister Volker Fleige am Dienstag zur offiziellen Verabschiedung von Stadtbrandinspektor Winfried Schulte als kommissarischem stellvertretendem Wehrleiter. Wie berichtet, bestellte Fleige unmittelbar danach die bisher ebenfalls nur kommissarisch tätigen Nachfolger Schultes, Christian Bongard und Jürgen Schermutzki, gleichberechtigt zu den neuen Vizechefs der Feuerwehr. Als künftiger Stadtbrandmeister ist bekanntlich der brandneue Wachenleiter Wolfram Semrau vorgesehen.

Überraschender Rücktritt 2013

Winfried Schulte war Anfang 2013 für viele überraschend von seinem Ehrenamt in der Wehrleitung zurückgetreten, in das er gekommen war wie die Jungfrau zum Kinde. Denn er sollte nur ein Intermezzo abliefern, nachdem Werner Bartmann und Siegfried Arndt als Wehr- und Wachenleiter in den Ruhestand getreten waren und mit Sylvia Wallasch vorläufig nur die Wachenleitung rasch nachbesetzt werden konnte. Angesichts der folgenden Konflikte zwischen Wallasch und der Stadtverwaltung, die letztlich zum Abschied der Wachenleiterin führten, wartete Schulte in der Wehrführung lange Zeit vergebens auf das Ende seiner Interimszeit. Denn als Bezirksschornsteinfegermeister ist er auch beruflich stark in Anspruch genommen, und die Familie kam ihm bei alledem viel zu kurz. Inzwischen seien „die Wunden aus dieser Zeit offenbar verheilt“, erklärte Fleige, der Winfried Schulte indes ausdrücklich für die Fortsetzung seines ehrenamtlichen Engagements dankte.

Für Schulte, der nach seinem Rücktritt auch „entpflichtet“ worden war und jetzt nur noch die Urkunde darüber erhielt, ist unterdessen klar, dass er seine Arbeit „als ganz normaler Feuerwehrmann“ im Löschzug Süd fortsetzt. Nach seinen Aufgaben gefragt, sagte er: „Wenn der Piepser geht, komme ich und helfe.“