Dünne Stoffschuhe und hohe Hacken sind unverantwortlich

Schnee-Räumpflicht für Eigentümer.
Meistens fängt es ja um sechs Uhr in der Früh an: Es schneit und schneit ununterbrochen! Nun muss der Mann aber um viertel nach sechs das Haus verlassen, denn er wird sowieso zu spät an seiner Arbeitsstelle ankommen. Aber es schneit und schneit weiter! Die Ehepartnerin muss sich jetzt auch bestimmt eine halbe Stunde früher auf den Weg machen, um um acht Uhr im Büro zu sein.

Dann um neun Uhr hört es auf zu schneien – aber was nun mit der weißen Pracht? Oft hat sich das Problem bis Mittag wegen einsetzendem Tauwetters erledigt.

Aber da sind dann auch noch die älteren Leute, die wegen ihrer Herz- und Rückenbeschwerden nicht mit den Schneemengen fertig werden. Die Stadt rät, professionelle Hilfe, das heißt einen Schneeräumdienst in Anspruch zu nehmen. Ich habe es versucht: Die Wenigen, die sich anbieten, sind entweder unzuverlässig oder unbezahlbar!

Meine Meinung ist, wer schlecht zu Fuß ist, sollte bei solchen Wetterbedingungen zu Hause bleiben oder für wichtige Termine ein Taxi rufen. Es gibt aber auch im Handel festes Schuhwerk mit dicken Stollensohlen. Wenn aber coole Schüler auch im Winter mit dünnen Stoffturnschuhen daherlatschen oder junge Damen hochhackige Stiefeletten tragen, ist das ebenso unverantwortlich und strafbar, wie wenn Autofahrer mit Sommerreifen unterwegs sind. Aber solange die Stadt auf öffentlichen Gehwegen ihrer Streupflicht nicht pünktlich nachkommt, sehe ich keinen Anlass, den 60-Meter-Gehweg rund um mein Grundstück um sieben Uhr glattgeleckt zu präsentieren.