Dubiose Gewinnmitteilung aus Wien in Mendener Briefkästen
09.02.2009 | 06:00 Uhr 2009-02-09T06:00:00+0100Menden. Die Flut dubioser Gewinnspiele reißt nicht ab. Auch in Mendener Briefkästen landen immer neue Schreiben, mit denen den Adressaten Geld aus der Tasche gezogen werden soll.
Unlängst erhielt ein WP-Leser einen Brief der „Rechtsabteilung Friedrich Mueller” aus Wien. Er habe bis zu 50 000 Euro gewonnen, „garantiert und unwiderruflich”, heißt es in dem Schreiben, dem gleich ein ausgefüllter Überweisungsträger beigefügt ist. Denn nur, wer umgehend 50 Euro „Verwaltungsaufwandsgebühr” bezahle, dem sei die „unmittelbare Expressausfolgung Ihres garantierten Gewinns” sicher.
Aufgenommen in Liste der unseriösen Firmen
„Nicht reagieren und gleich in den Papierkorb damit”, rät nicht nur der angeschriebene WP-Leser, der andere Empfänger warnen möchte. Denn auch für Verbraucherschützer ist die „Rechtsabteilung Friedrich Mueller” längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. „Sie fällt schon seit vielen Jahren durch unlautere Werbung auf”, berichtet Ingrid Höcher von der Verbraucherberatung Iserlohn. Und wenn eine Masche nicht mehr funktioniere, gehe es eben mit der nächsten weiter.
Bereits im vergangenen Jahr ist die vermeintliche Firma „Friedrich Mueller” mit Postfachadresse in Wien von der Verbraucherzentrale Hamburg in die Liste der unseriösen Firmen, die mit Gewinnspielen locken, aufgenommen worden. Damals sollten vermeintliche Gewinner eine teure 0190-Nummer anrufen, der versprochene Gewinn entpuppte sich als möglicher „Wertbonus” für eine Reise in die Türkei, für die auch noch Zuzahlungen zu leisten gewesen wären.
Auch bei der aktuellen Masche ist das Kleingedruckte entscheidend. Verbraucherberaterin Ingrid Höcher kann vor solchen vermeintlichen Gewinnmitteilungen nur massiv warnen. Niemand habe heutzutage etwas zu verschenken, sondern „da will sich jemand eine goldene Nase verdienen”.
Garantiert ist hierbei wohl nur der Ärger für diejenigen, die tatsächlich auf das große Geld gehofft haben...
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