Doppelkreisel für größte Kreuzung beste Lösung?
20.02.2012 | 19:12 Uhr 2012-02-20T19:12:00+0100
Menden.Könnte ein Großkreisverkehr nach Ende der Hangrutsch-Arbeiten für den Bereich Märkische Straße erhebliche Verkehrsprobleme lösen? „Ja“, sagt Unternehmer Ulrich Bettermann.
Der OBO-Seniorchef hat es ganz in der Nähe einer OBO-Niederlassung in der Schweiz erlebt: „Vier Kilometer von unserem Werk entfernt gab es eine unglaublich viel befahrene Kreuzung als zentrale Zubringerachse zum Tessin und zu den großen Wintersportregionen.“ Ständig zunehmender Verkehr habe vor den Ampelanlagen für schier endlose Staus gesorgt. Ulrich Bettermann: „Dann wurde ein Doppelkreisel gebaut, und alles klappte plötzlich prima.“
Der heimische Unternehmer möchte dieses Beispiel gern auf die am meisten befahrene Kreuzung seiner Heimatstadt übertragen: „Ich bin mir sicher, dass solch ein Doppelkreisel für den Bereich Märkische Straße gut funktionieren würde.“
Ein Doppel-Kreisverkehr bietet zwei Fahrspuren. Bettermanns Grundidee am Beispiel eines aus Lendringsen nahenden Fahrzeugs: Rechtsabbieger könnten – wie bisher – am eigentlichen Kreiselbeginn unmittelbar Richtung Innenstadt abbiegen. Die äußere Spur des Doppelkreisels könne für die Fahrtrichtung Unna gleichsam wie eine Geradeausspur genutzt werden. Einzig für die Richtung Iserlohn müsste die Innenspur des Kreisels genutzt werden. Bettermann: „Nach diesem Modell könnte man in alle vier Richtungen entsprechend verfahren.“
Bettermann weiß nur zu gut, dass im fraglichen Kreuzungsbereich der Stadt Menden die Hände gebunden sind. Weil es sich um eine Bundesstraße handelt, wäre der Landesbetrieb Straßen NRW für einen Umbau zuständig. Michael Naumann ist seitens der Behörde einer der verantwortlichen Männer für die Großbaustelle „Hangrutsch“. Grundsätzlich abgeneigt schien er schon mal nicht, als ihn die WP über die Bettermann-Pläne informiert hatte. Er räumte aber ein: „Entsprechende Überlegungen hat es bei uns im Haus noch nicht gegeben.“
23:53
Also ich kenne einen solchen Doppelkreisverkehr aus Crailsheim (Nähe Fernseh-/Radio-Markt) und war begeistert. Ob allerdings die maximale Durchsatzleistung in Menden an Grenzen stößt bleibt den Fachleuten vorbehalten. An dem reibungslosen Ablauf hat man sich schnell gewöhnt. Die Größe muß aber vorhanden sein.
Siehe auch: Google Earth "Crailsheim Hallerstr",
sogar mit Umlauf für Füßgänger.
08:15
Man könnte sich mal den Kreisel am Ende der A555 in Bonn anschauen, der ist zumindest teilweise doppelspurig angelegt. Allerdings bezweifel ich, ob der jetzige Kreuzungsbereich ausreichend Platz bietet. Und in Kombination mit der Ampel zu Trinkgut ginge das wegen Rückstau in den Kreisverkehr sicher gar nicht.
22:53
Überall geht es... Nur in Menden nicht? Aber dann würde irgendwer kein Schmiergeld mehr bekommen für mehr Ampeln und die teure Wartung... ;-)
Das da noch keiner drüber nachgedacht hat, das wundert mich mal gar nicht,... Übrigens sind Kreisverkehre sicherer was Unfälle angeht. Es gibt schlicht und einfach weniger Kollisionspunkte als an einer Ampelkreuzung. Vor allem entfällt der ständige Stop-and-go Verkehr.... Der nervt Anwohner so richtig...
20:55
Warum sind hier (fast) alle so strikt gegen einen Kreisverkehr? "Was der Bauer nicht kennt...?" oder wie muss man das hierverstehen?
Alleine der mobile Kreisel am "Hagebau" sorgt für einen angenehm flüssigen Verkehrsfluss und ehrlich gesagt glaube ich, dass er auch der Kreuzung an der Westangente gut tun würde - auch wenn ich glaube, dass es Autofahrer gibt, die das Prinzip Kreisverkehr nie verstehen werden.
Leider scheitert es wohl eher an den Geldern für diesen Kreisel. Und wenn er doch gebaut wird, werden in ein paar Jahren alle Leute, die jetzt meckern, froh sein, wie schön flüssig der Verkehr an der Kreuzung doch läuft. Und dann wollen natürlich wieder alle von Anfang an für den Kreisel gewesen sein...
17:56
Zitat:
"" 1. Der deutsche Verkehrsteilnehmer, weil nicht darauf geschult, kommt mit solchen doppelläufigen verkehrsplanerischen Konzeptionen nicht zurecht""
Und 2. ""Und was außerhalb des EWR funktioniert, braucht die hohe Hürde in Brüssel noch lange nicht zu überwinden.""
Zu 1. : In Venlo (NL) gibt es einen solchen Kreisel, zum Teil mit ! 3 ! Spuren ! Und komischerweise haben die deutschen Besucher in Venlo wohl keinerlei Probleme damit.
zu 2 : Sind die Niederlande NICHT im EWR ?
Und warum kommen die jüngeren deutschen Verkehrsteilnehmer, die auch nicht auf Kreisverkehr gechult wurden, weil die es ja eine Zeitlang nicht gab, damit klar?
Ja - das eine ist Brüssel - das andere sind die Niederlande. Und wir sind in der Bundesrepublik Deutschland. Soll heissen: Es gibt das EG-Recht und jedes Land hat sein nationales Recht. Damit kocht ein jedes Land sein eigenes "Süppchen".
Und ob "alt" oder "jung" mit mehreren Spuren zurecht - oder auch nicht zurecht kommt war nie in Frage zu stellen!
Und jetzt die Frage: Bezahlt Herr Bettermann jetzt den doppelten Kreisverkehr?
16:48
Joo - ein echter Tausendsassa unser Herr Bettermann. Jetzt outet sich der größte Mendener Unternehmer auch noch als Verkehrsplaner. Mal sehen was denn noch so kommt. Für den Bereich der StVO sind jedenfalls solche „schweizerischen“ Schokoladen-Lösungen nicht durchführbar. Der deutsche Verkehrsteilnehmer, weil nicht darauf geschult, kommt mit solchen doppelläufigen verkehrsplanerischen Konzeptionen nicht zurecht. Und was außerhalb des EWR funktioniert, braucht die hohe Hürde in Brüssel noch lange nicht zu überwinden. Aber vielleicht liegen die Absichten von Herrn Bettermann in der schnelleren Erreichbarkeit seines „Imperiums“ hinter den Schranken von Hüingsen. Herr Bettermann hatte ja schon bereits angeregt den Hüingser Ring zum „Nürburgring“ für die geschäftlichen Besucher zu renovieren. Oder vielleicht doch nur für die „BE“ Mitarbeiter die ständig die Tempo „30“ Geschwindigkeitsbegrenzung missachten, damit die firmeninternen Aufträge im Renntempo erledigt werden können.
Ohne Ampeln hat Herr Berendes sehrwohl alle Ausfahrten im Blick. Und Blinksünder sind bei erfolgtem Sichtkontakt noch das kleinere Übel, oder?
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14:56
In den skandinavischen Ländern sind Kreisel überall, selbst in den kleinsten Orten.
Eine Kreuzung wie die Westtangentenkreuzung würde ein erhebliche Entlastung darstellen. Herr Bettermann kann ja gerne aus seiner eigenen Schatulle einen Obulus dazu geben.
Das einzige Problem, das ich sehe, ist wie Herr Berendes alle Ausfahrten im Blick haben soll, um dann die "Blinksünder" abzukassieren?
Ohne Ampeln hat Herr Berendes sehrwohl alle Ausfahrten im Blick. Und Blinksünder sind bei erfolgtem Sichtkontakt noch das kleinere Übel, oder?
12:51
Zumal es vorher auch ohne wunderbar klappte. Selbst als die Baustellenampel da war, klappte es ohne probleme. Ich habe dort nie größere Staus erlebt. Der Herr Bettermann sollte lieber mal den Ball flach halten.
12:50
Wieder mal typisch Menden die Aussage: „Entsprechende Überlegungen hat es bei uns im Haus noch nicht gegeben.“
Immerhin gibt es ja in Oesbern einen funktionierenden Kreisverkehr…
10:07
Aber während der 12-jährigen Bauzeit würde der Verkehr in Menden ja völlig zusammenbrechen.
Sie meinen den direkten Abzweig zu geplanten A46? Das wird dauern ...