Die Welt blickt auf Mendens Partnerstadt

Menden/.  Braine-l’Alleud. Historisches spielte sich gestern auf den Feldern um Mendens belgische Partnerstadt Braine-l’Alleud ab: Etwa 5000 Statisten in Uniformen stellten die Schlacht von Waterloo nach, die auch eine Schlacht von Braine war.

Denn die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Belgien und der Französischen Armee Napoleons fand auf Brainer Gemeindegebiet statt. Heute findet man auf dem Gipfel der „Butte au Lion“ eine Gedenkstätte mit Informationen zum strategischen Vorgehen und anderen wichtigen Fragen dieser Schlacht, in der Napoleon endgültig alles verlor.

Von der Gedenkstätte aus hat man einen Blick auf das Schlachtfeld vom 18. Juni 1815. In einem alten Bauernhaus im Vieux-Genappe entwarf Napoleon den Schlachtplan. Dort können heute im darin untergebrachten Museum sogar die persönlichen Gegenstände Napoleons, darunter seine Waffen, betrachtet werden. Die Stefanskirche (Eglise St-Etienne) diente damals als Feldlazarett. Auch der berühmte „Löwenhügel“, auf dem Prinz Wilhelm von Oranien verwundet worden sein soll, befindet sich in Braine-l’Alleud.

Die Städtepartnerschaft mit Menden kam zustande, nachdem es 1968 die ersten freundschaftlichen Verbindungen zwischen Menden und Braine-l’Alleud gab. Zehn Jahre später wurden 1978 die Partnerschaftsurkunden unterzeichnet. Heute sind Begegnungen überwiegend kultureller und sportlicher Natur, wobei es um die Partnerschaft öffentlich eher ruhig geworden ist.

Braine-l’Alleud hat etwa 36 000 Einwohner und liegt im wallonischen Teil Brabants, 20 Kilometer südlich von Brüssel. 1982 erhielt Mendens Partnerstadt den Europapreis für die Verbreitung des europäischen Einigungsgedankens.