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Typisierung

Die Suche nach dem richtigen Spender

23.05.2011 | 16:46 Uhr
Die Suche nach dem richtigen Spender
Dennis Schulte und Sabrina Giese von den Maltesern lassen sich typisieren

Menden.Für die Türkisch-Islamische Gemeinde war es eine Selbstverständlichkeit: Die Glaubensgemeinschaft organisierte gemeinsam mit der DKMS eine große Typisierungsaktion an der Moschee in der Grimmestraße.

„Es ist als Glaubensgemeinschaft unsere Aufgabe, anderen Menschen zu helfen. Und das machen wir sehr gerne“, sagte Vorsitzender Mehmet Ekinci. In Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sucht die Gemeinde passende Spender für ein bewegendes Schicksal: Drei türkische Geschwister aus Hessen leiden an der Mittelmeeranämie, einer Erkrankung der roten Blutkörperchen. Nur mit Hilfe einer Stammzellentransplantation können die Kinder ein gesundes Leben führen.

Knapp 300 türkische und deutsche Mitbürger nutzten am Sonntag die Chance, sich Blut abnehmen und somit in die Spenderkartei aufnehmen zu lassen. „Die Gewebemerkmale unterscheiden sich bei unterschiedlichen Ethnien. Vielleicht finden wir hier in der Gemeinde einen passenden Spender für die türkischen Kinder“, betonte Helena Kronenberg von der DKMS.

Mit einer großen Gruppe erschienen die heimischen Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes an der Moschee: Nach ihrem Einsatz beim Marathon ließen sich die Ersthelfer gerne Blut für eine Typisierung entnehmen. „Wenn wir so in irgendeiner Art und Weise helfen können, dann ist das selbstverständlich“, waren sich Dennis Schulte und Sabrina Giese einig.

Initiator der Aktion und Gemeindemitglied Halit Uludag engagiert sich schon seit Jahren als ehrenamtlicher Helfer der DKMS und zeigt sich über die Hilfe der türkischen Gemeinschaft begeistert. „Jeder war sofort bereit, am heutigen Tag mitzuwirken“, berichtete Uludag.

Und so stellte die Gemeinde ein buntes Programm mit türkischer Musik, landestypischen Speisen und einer Tombola, bei der es einen Gebrauchtwagen zu gewinnen gab, auf die Beine. „Wir wollen den Tag auch nutzen, um uns vorzustellen und mit den deutschen Mitbürgern in Kontakt zu kommen. Bei uns ist jeder herzlich willkommen“, erzählte Vorsitzender Ekinci.

Oliver Diepes

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