Die Sternsinger sind keine Bettler

Sternsinger-Aktion..  Sehr erschrocken musste ich den WP-Bericht über die Aktion Dreikönigssingen 2015 in der heutigen Ausgabe lesen. Da steht zu lesen, dass die Sternsinger Geld erbetteln würden. Auch wenn das Wort „erbettelt“ in An-und Abführungszeichen gesetzt ist, möchte ich mich im Namen unserer Sternsinger und ihrer Eltern dagegen wehren.


1. Unter „betteln“ verstehe ich, dass Menschen ihren Lebensunterhalt aus Almosen bestreiten. Das tun die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen selbstverständlich nicht. Sie besuchen Menschen in ihren Häusern und Wohnungen, wünschen ihnen den Segen Gottes und sammeln Spenden, die sie uneigennützig weitergeben. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sorgt dafür, dass mit diesem Geld Projekte für Kinder in der ganzen Welt durchgeführt werden. Die Philippinen sind in diesem Jahr das Beispielland und die gesunde Ernährung das Schwerpunktprojekt.


2. Auch die Kinder auf den Philippinen betteln nicht! Sie haben gar nicht die Kraft dazu. Wenn die Aktion Dreikönigssingen im Jahr 2014 mit 44,5 Mio Euro geholfen hat, dann ist das nur eine kleine Wiedergutmachung der gigantischen Ausbeutung, die unsere Welt mehr und mehr ausmacht. Die Kinder als
die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft leiden darunter am meisten.


3. Auch von den Süßigkeiten, die unsere Sternsinger in den Häusern geschenkt bekommen, geben sie einen großen Teil weiter, der dann über die De-Cent-Läden in Menden und Lendringsen verschenkt
wird.


Darum gilt unseren Sternsingerinnen und Sternsingern und allen, die sie begleiten, sowie den vielen tausend Spendern größte Anerkennung, ein herzliches Dankeschön. Wir sind keine Bettler!


Uwe Knäpper, Pastor