Die Crème de la Fröndenberg

Fröndenberg..  Wenn Sie in jedem Fach und auf jedem Zeugnis in der Oberstufe über den Zeitraum von zwei Jahren eine glatte Eins bekommen, dann haben Sie einen Abi-Schnitt von 1,0 und 823 Punkte erreicht.

Topscorer, wie die Sportler sagen würden, an der Gesamtschule Fröndenberg war in diesem Schuljahr Kira Marie Taux, die sagenhafte 817 Punkte sammeln konnte und von Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe mit dem Bildungspreis ausgezeichnet wurde – das trieb ihrem überaus stolzen Vater bei der Preisübergabe sogar die Tränen in die Augen.

Mit einem Sportler verglichen zu werden, ist aber weniger im Interesse der 18-Jährigen: „Sport ist einfach nur grausam.“ Am liebsten hatte sie die Fächer Chemie und Geschichte. Sie strebt an, an der Universität Aachen Medizin mit der Fachrichtung Neurologie zu studieren – das sollte klappen mit dem Notendurchschnitt.

Ganz vorne: Naturwissenschaften

Da hat sie einiges gemeinsam mit Markus Redigk, der mit 811 Punkten und ebenfalls einem Notendurchschnitt von 1,1 nur knapp hinter Kira Marie liegt und auch Medizin studieren will – allerdings hat er sich die Ruhr-Universität in Bochum und Chirurgie als Spezialisierungsgebiet ausgesucht.

Bei ihm standen die Naturwissenschaften hoch in der Gunst. Und sein unliebtestes Fach? „Deutsch mag ich nicht so gerne, weil ich mit dem interpretativen Denken der Autoren nichts anfangen kann.“

Bei den besten Absolventen der 10. Klassen machten Anneke Hertzsch und Luca Grieser auf sich aufmerksam. Beide geben auf Nachfrage an, dass sie nicht so viel zu Hause gelernt haben, sondern einfach immer aufmerksam im Unterricht waren. Ein Aspekt, der Lucas Mutter verblüfft: „Ich verstehe nicht, wie er das macht. Ich hätte das nicht geschafft“, sagt sie ganz stolz.

Auch bei Anneke und Luca stehen die naturwissenschaftlichen Fächer hoch in der Gunst. „Unsere Schule ist zwar sehr stark in den Naturwissenschaften, das ist aber eher ein Zufall“, gibt Schulleiter Klaus de Vries zu Protokoll.

Auszeichnung auf drei Ebenen

Bei der Preisübergabe lobt Bürgermeister Rebbe die vier jungen Talente in höchsten Tönen: „Ein so guter Abschluss ist ein unglaubliches Fundament für die Zukunft.“ Auch den Eltern und Lehrern rechnet er einen hohen Teil am grandiosen Abschneiden der vier Schüler an: „Diese Leistungen sind auch eine tolle Auszeichnung für das Elternhaus und für die Gesamtschule Fröndenberg. Das Zusammenwirken hat sehr gut funktioniert.“