Die besten Strategien fürs Lernen

Menden..  Die nächste Klassenarbeit steht an, für einen Test müsst ihr auch noch lernen. Wie soll das neben Schule, Hobbys und Freunden überhaupt noch klappen? Vier Junge-WP-Autoren geben euch Tipps und verraten ihre Lern-Strategien. Nachmachen ist erlaubt!

Wichtige Stellen farblich markieren

Ich bin eindeutig der visuelle Lerntyp. Ich kann mir Dinge nur merken, wenn ich eine ordentliche, stukturierte und farblich markierte Übersicht habe. Mind-Maps sind mir persönlich zu unübersichtlich, Flussdiagramme und ähnliches finde ich jedoch manchmal sehr hilfreich. Auswendig lernen kann ich am besten, indem ich die Dinge immer wieder aufschreibe.

Deshalb bereite ich mich auf Klausuren vor, indem ich die gesamten Unterrichtsmaterialen noch einmal durchgehe und mir alles wichtige thematisch sortiert und mit erkennbaren Zusammenhängen aufschreibe. Schon dieses Abschreiben hilft sehr dabei, den Stoff zu lernen. Diese Notizen lese ich mir dann ein paar Mal durch, um mir dann noch einmal eine sehr knappe Zusammenfassung mit den wichtigsten Schlagwörtern zu erstellen. So hat man einen Überblick über alle behandelten Themen, den man auch später bei Wiederholungen oder fürs Abi gut gebrauchen kann, und nebenbei gehen die Fakten beim Schreiben „durch die Hand in den Kopf“.
Lara Pickener

In der Schule nahm ich mir eine Lernwoche vor

Meine Lernstrategie war zu Schulzeiten definitiv eine andere als jetzt im Studium. Während der Schule nahm ich mir etwa eine Woche Zeit zum Lernen und ging den Stoff der letzten Wochen mit Hilfe meiner Unterlagen durch. In Mathe rechnete ich Aufgaben, in Deutsch googlete ich die Lektüren und schlug schlaue Wörter und Interpretationsmöglichkeiten nach. Es half mir immer sehr, mich mit Mitschülern auszutauschen. Gerade in Mathe, um die gerechneten Aufgaben anschließend zu vergleichen und um erklärt zu bekommen, was man mit Hilfe der Bücher und des Lehrers bisher nicht verstanden hatte. Meist war ich aber ganz gut im Stoff, sodass es nur etwas Auffrischung benötigte.

Jetzt, im Studium, plane ich mir etwa einen Monat zum Lernen ein. Da man das meiste bisher nur einmal oder gar nicht gehört hat, fängt man quasi bei null an. Oftmals beginne ich dann mit der prüfungsrelevanten Literatur und fasse sie zusammen. Der Stoff der Vorlesung dient mir als Hinweis darauf, was wahrscheinlich drankommt und was eher nicht. Anschließend gehe ich meine Zusammenfassung immer wieder durch und vergleiche sie mit denen der anderen. Auch hier ist es gut, sich mit Kommilitonen auszutauschen. Eine große Hilfe ist mir das Programm „Anki“. Hier legt man den Stoff in Karteikärtchen an, die einem dann abgefragt werden, bis man sie kann. Es ist für Android und PC kostenlos, für Apple allerdings recht teuer. Ich finde aber, dass es sich lohnt, besonders wenn man Theorien und Begriffe auswendig lernen will.

Ruth Beckmann

Laut vorlesen und per Handy aufzeichnen

Damit ich den Lernstoff im Überblick habe, erstelle ich mir einen Lernplan. Ich kalkuliere genügend Zeit ein, weil ich sehr ungerne unter Druck arbeite. Beim Lernen schreibe ich mir zuerst alle wichtigen Informationen und Formeln heraus. Mit bunten Farben (aber nicht zu viele!) strukturiere ich alles nach Themen. Dann beginne ich, mir die Infos mehrmals hintereinander durchzulesen und denke mir für jeden einzelnen Stichpunkt Bilder aus. An diese kann ich mich leichter erinnern als an Texte.

Danach lese ich mir alles laut vor und nehme es mit meinem Handy auf. Bei Gelegenheit höre ich mir die Aufnahmen so lange an, bis ich sie mitsprechen kann. Außerdem fertige ich mir Karteikarten an, damit ich alles noch einmal kompakter habe. Diese Methode hilft mir, die Informationen sofort abrufen zu können, ohne dass ich mir eine bestimmte Reihenfolge (wie es auf einem Blatt Papier der Fall ist) merke. Ich versuche, nicht zu viel auf einmal zu lernen. In den Pausen brauche ich etwas Leckeres zu essen und trinken. Meistens höre ich mir auch noch meine Lieblingsmusik an, um möglicher Demotivation vorzubeugen. Gelernt werden muss so oder so. Und in einer angenehmen Atmosphäre ist das deutlich besser auszuhalten.

Fabienne Nachtwey

Das Aufgeschriebene intensiv angucken

Es ist bewiesen, dass jeder ein anderer „Lerntyp“ ist. Man muss also selbst herausfinden, wie man die besten Lernergebnisse erzielen kann. Mir hilft es am meisten, beispielsweise Vokabeln einfach aufzuschreiben. Das Gleiche gilt auch für Analysestrategien oder historische Daten. Auf der einen Seite lerne ich einen Teil des Stoffes durch das bloße Aufschreiben. Andererseits kann ich mir viel einprägen, indem ich mir das Aufgeschriebene mehrmals intensiv angucke. Mir etwas selbst vorzulesen, bringt mir ziemlich wenig. Genauso verzichte ich auf aufwendige Methoden, wie zum Beispiel Merkzettel im ganzen Haus aufzuhängen.

Wenn mir etwas dann in einer Klausur nicht einfällt, versuche ich mich daran zu erinnern, an welcher Stelle es sich auf meinem Zettel befindet, den ich mir vorbereitend angefertigt habe. Meistens kann ich dann so darauf zurückgreifen.

Nichtsdestotrotz sollte jeder für selbst entscheiden, wie man am besten lernt. Max Wallasch