Die 50 ist für die Realschule Lendringsen eine magische Zahl

Schulleiter Tilo von Stillfried (2. von links) im Gespräch mit Eltern und Kindern, die sich für den Besuch der Realschule Lendringsen interessieren.
Schulleiter Tilo von Stillfried (2. von links) im Gespräch mit Eltern und Kindern, die sich für den Besuch der Realschule Lendringsen interessieren.
Foto: WP

Lendringsen..  Die Realschule Lendringsen öffnete am Samstag ihre Pforten, um interessierten Schülern und Eltern die Möglichkeit zu geben, sich vor Ort über das Bildungsangebot und den Unterricht zu informieren. Trotz Sturms und Regens kamen viele Besucher in die Schule.

125 Lendringser Grundschulkindern steht im kommenden Sommer der Wechsel auf eine weiterführende Schule bevor. Die 50 ist für die Realschule Lendringsen eine magische Zahl: „Wir benötigen 50 Schülerinnen und Schüler für die 5. Klasse, damit wir unsere Realschule weiterführen können“, verdeutlichte Schulleiter Thilo von Stillfried. Zwei Klassen mit jeweils 25 Schülern könnten dann gebildet werden.

Gemeinsam Werbetrommel gerührt

So rührten Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern die Werbetrommel. In Klassenzimmern und Fachräumen wurde gezeigt, was man hier kann. Aus der ersten Etage lockte Musiklehrer Volker Hüttemeister mit seinem musizierenden Instrumentalkreis die Besucher die Treppe hinauf. „Bei uns gibt es Musikunterricht. Das können heute viele Schulen nicht mehr anbieten“, erklärte der Schulleiter.

Alle Türen standen offen. Auch der Chemieraum, in dem Lehrerin Silke Romberg anschauliche Experimente vorbereitet hatte. Ein Rotkohl diente als Indikator für Säure und Lauge. Kippte man eine Säure darauf, färbte er sich wie von Zauberhand hellrot. Bei einer Lauge färbte sich der Rotkohl grün. Daneben wurde mit Backpulver und Essig Kohlendioxid produziert, welches den Sauerstoff verdrängt und eine Kerze zum Erlöschen bringt. Interessiert schaute die kleine Lena den Experimenten zu. Ihre Mutter Monika Röbig-Steschulat war begeistert: „Wir wohnen am Bie­berberg und waren trotz Regen und Wind in vier Minuten hier. Der kurze Schulweg ist mir wichtig. Das ist gut für Lena, und ich kann bei Problemen schnell in die Schule kommen“, betonte sie.

Thomas Sterz, Vater von Bianca Nadine, will seine Tochter auf jeden Fall an der Realschule anmelden: „Wir brauchen die 50 Kinder. Ich werde dazu tun, was ich kann.“ Björn Becker ist begeistert von der Schule: „Meine große Tochter Lia ist bereits in der 6. Klasse. Ich will meine kleine Mia hier auch anmelden.“

Auch Achim Richlik, bei der Verwaltung Teamleiter für den Bereich Schule und Sport, war anwesend und freute sich über die vielen interessierten Eltern mit ihren Kindern und betonte: „Wir, Rat und Verwaltung, unterstützen die Realschule Lendringsen. Wir haben hier eine Bildungseinrichtung, die unbedingt für die Zukunft erhalten werden muss.“

Gelungener Tag der offenen Tür

Vieles gab es noch zu sehen: Die AG Schülerzeitung von Cornelia Büttner-Hellweg, die physikalischen Experimente mit Marianne Schneider und auch Biologie- und Technikunterricht wurden von Lehrern und Schülern anschaulich demonstriert. „Da so viele Besucher gekommen sind, können wir optimistisch sein, unser Ziel zu erreichen“, freute sich Schulleiter Thilo von Stillfried nach einem gelungenen Tag der offenen Tür.