Der Schlagzeugkurs trommelt schon

Dem alten Westschul-Schild nachempfunden: Stolz auf die gelungene Reminiszenz an die ehemalige Grundschule zeigte sich Musikschulleiter Busemann.
Dem alten Westschul-Schild nachempfunden: Stolz auf die gelungene Reminiszenz an die ehemalige Grundschule zeigte sich Musikschulleiter Busemann.
Foto: WP

Menden..  „Das wird eine völlig neue Musikschule!“ Mit Elan, Offenheit und Bodenständigkeit steckte Schulleiter Holger Busemann am Mittwoch die Kulturpolitiker regelrecht an, als er den anstehenden Umzug in die alte Westschule schilderte.

Man gehe jetzt „nervös, aber erwartungsvoll“ in die heiße Umzugsphase. Dass trotz des Lärms und Drecks drinnen schon Trommeln zu hören sind, lässt Holger Busemann schmunzeln: „Unsere 25 Lehrkräfte sind flexibel und leidensfähig.“

Zur neuen Musikschule gehören laut Busemann neben ansprechenden Räumen für große und kleine Ensembles auch neuartige Veranstaltungen, mehr Unterstützer und neue Wege der Förderung. Musikalische Abende sollen zudem gemütlicher ausgestaltet werden, mit Saft oder Sekt und der Gelegenheit zum Plausch in der Pause.
Für alle interessierten Instrumentalisten findet das erste Orchester-Wochenende vom 11. bis 13. September statt. Es gebe bereits Anmeldungen für mehrere Leistungsklassen, weitere seien willkommen.
Zu den Herbstferien folge der Einstieg in günstige Intensiv-Wochenenden, an denen man etwa sein Lieblingslied zu singen oder zu spielen lernt.
Ein Mendener „Freundeskreis Klassische Musik“, zu der Busemann auch feinen Jazz zählt, soll ins Leben gerufen werden. Dieser Kreis soll beim Programm mitreden können: „Wir wollen die Öffentlichkeit mitnehmen.“ Ist das Interesse nicht groß genug, werde die Idee wieder begraben, sagt Busemann: „Ich reiße mir gern die Beine aus, aber nur für Projekte, die auch gewünscht sind.“
Statt Förderkommissionen anzuschreiben und um Gelder für Abende mit möglichst hochfliegenden Titeln zu ergattern („Das gibt Geld, aber kein Publikum“) will Busemann zwei Hochbegabten-Zentren in Köln und Düsseldorf um Auftritte bitten.
Auch Künstler aus der Region will die Musikschule verstärkt ansprechen.