„Der Politik in Menden ganz egal“

Menden..  Marion König, Elternpflegschafts-Vorsitzende der Gesamtschule Menden, hat gemeinsam mit 29 Kindern der Klasse 6.4 einen Protestbrief unterschrieben. Diese Klasse musste zum letzten Halbjahr mit dem ganzen Jahrgang von der Gesamtschule ins benachbarte Gebäude des Heilig-Geist-Gymnasiums (HGG) umziehen – jetzt stehen die Kinder vor einem erneuten Umzug, diesmal in die Realschule Menden. Dort soll die Gesamtschule laut Ratsbeschluss ihr endgültiges Domizil erhalten; viele Eltern würden die Gesamtschule mit ihrem gymnasialen Zweig dagegen aus räumlichen Gründen lieber im dann ehemaligen HGG sehen (WP berichtete).

In dem Schreiben heißt es nun, dass den Kindern bei den vielen Umzügen unwohl sei, „weil wir uns nie heimisch fühlen“. Es mache sie traurig, „der Politik in Menden ganz egal“ zu sein: „Wir als Jahrgang 6 wünschen uns sehr, dass auch wir feste, gute Klassenräume bekommen, in denen wir bleiben dürfen.“

Politik soll „noch einmal überlegen“

Wenn sie in die Realschule ziehen müssten, seien „die Wege so lang, dass wir nie pünktlich sein können“. Alle wüssten, dass die Realschule schlicht zu klein sei. Im HGG dagegen fühlten sich die Kinder wohl, „und es gibt genug Platz für alle Schüler der Gesamtschule“. Daher verstünden sie nicht, warum gerade sie nochmal wechseln müssen: „Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn die Politiker sich es noch einmal überlegen könnten.“