Der Orgelbauverein stellt sich neu auf

Fröndenberg..  Große Freude über die baldige Fertigstellung der Dinse-Orgel in der Marienkirche herrschte bei der Jahreshauptversammlung des Orgelbauvereins. Die versammelten Mitglieder ließen sich über den aktuellen Stand des Baus informieren. Der Vorsitzende Jörg Segtrop berichtete, dass nun alle Pfeifen im Instrument stehen und erklingen. Jetzt müssen noch Details nachgearbeitet werden, zum Beispiel die Windversorgung, die Intonation und die Motorengeräusche.

Ostern Arbeiten abgeschlossen

Auch einige technische Kleinigkeiten sollen noch gelöst werden. So wurden bei der Registersteuerung seitens der Elektriker ein paar Stecker falsch eingebaut und angelötet. „Aber diese Sachen sind überschaubar und gut machbar.“ Ostern soll die Orgel vollständig erklingen.

Mit der Fertigstellung der Orgel ist der eigentliche, in der Satzung bestimmte Zweck des Orgelbauvereins erfüllt. Doch an Auflösung denken die Mitglieder natürlich nicht. „Es wäre ja absolut unsinnig, wenn wir den Verein jetzt auflösen. Wir wollen ja auch etwas von der Orgel haben“, erläutert Alexander Lück, der als zweiter Vorsitzender und Organist die direkte Verbindung zur Orgelmusik lebt. „Die Orgel soll ja nicht nur in den Gottesdiensten erklingen, sondern auch bei Konzerten und anderen Gelegenheiten genutzt werden und den Menschen die Orgelmusik wieder näher bringen.“

Außerdem muss ein historisches Instrument mehr gepflegt werden als ein neues. „Wir haben mit der historischen Orgel auch eine große Verantwortung gegenüber dem Instrument. Man kann sich nicht ein Kleinod restaurieren lassen und es dann nicht pflegen. Ich kaufe mir ja auch keinen Oldtimer, um ihn dann wieder verfallen zu lassen“, vergleicht Jörg Segtrop das Orgelprojekt mit einem Automobil.

Im Zuge der Versammlung stimmten die Mitglieder über den Entwurf einer neuen Satzung ab, die nicht mehr den Bau, sondern den Erhalt und die Unterstützung der Orgel- und Kirchenmusik als Aufgabe des Vereins beinhaltet. „Diese muss noch vom Amtsgericht genehmigt werden“erläutert die Kassiererin Gabi Bellen. Wenn die Orgel offiziell abgenommen wurde, können auch die geplanten Konzerte zur Orgelweihe durchgeführt werden. Allerdings gibt es noch keine Termine.

Der Vorsitzende bedankte sich bei Barbara Streich, die nach acht Jahren Vorstandsarbeit ihren Posten als Schriftführerin abgibt. Ihr folgt Kornelia Daubner. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt.

Pfarrer dankt Verein

Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Mandelkow für die kontinuierliche Arbeit des Vereins, ohne den in der Marienkirche kein Einbau einer Pfeifenorgel möglich gewesen wäre.

Der Verein freut sich über Menschen, die die neue, breitere Aufstellung des Vereins (Förderung von Orgel- und Kirchenmusik) unterstützen wollen und Mitglied im Verein werden oder Orgelsekt und CDs kaufen.