Der größte Ortsteil hat jetzt auch eine Interessenvertretung

Wollen das ehemalige Naturbad der Öffentlichkeit zugänglich machen: Der neue geschäftsführende Vorstand von Aktiv für Lendringsen mit stellvertretendem Vorsitzenden Kersten Brechmann (l.), Vorsitzender Petra Homberg und Kassierer Alfred Schmidt.
Wollen das ehemalige Naturbad der Öffentlichkeit zugänglich machen: Der neue geschäftsführende Vorstand von Aktiv für Lendringsen mit stellvertretendem Vorsitzenden Kersten Brechmann (l.), Vorsitzender Petra Homberg und Kassierer Alfred Schmidt.
Foto: Silas Schefers

Lendringsen..  Hans Schäfer, Initiator von „Aktiv für Lendringsen“, atmet erleichtert auf: „Die Satzung ist damit angenommen.“ Den geschäftsführenden Vorstand bilden Petra Homberg, Kersten Brechmann und Alfred Schmidt. Was bisher als lose Initiative galt, ist jetzt als Verein konstituiert – und schreibt sich die Förderung des Mendener Südens ganz offiziell auf die Fahne.

36 Gründungsmitglieder

Generationenfreundlich, kinder- und jugendgerecht – so soll Lendringsen aussehen. Zumindest laut der neuen Vereinssatzung, die am Mittwoch ohne Gegenstimmen in der Gaststätte Dederich beschlossen wurde. Rund 40 interessierte Lendringser nahmen teil – 36 von ihnen gelten nun als offizielle Gründungsmitglieder. Dabei enthält die neue Satzung auch ganz konkrete Beispiele für die Förderung des Mendener Südens: Neben dem Erhalt der Sportstätten und des Biebertals als Naherholungsgebiet wird auch der Erhalt der Erziehungs- und Bildungseinrichtungen genannt. Die neue Vorsitzende Petra Homberg macht die Missstände konkret: „Man nimmt uns die Schulen – Lendringsen stirbt zusehends.“ Damit ist die Vorsitzende der „Bieberschlümpfe“ und des Pfarrgemeinderates der St.-Josef-Gemeinde nun auch ganz offiziell erste Frau für das Voranbringen von Lendringsen und umliegender Orte. „Aber das geht natürlich nur mit der Unterstützung der Mitglieder“, sagt Petra Homberg, man müsse gemeinsam an einem Strang ziehen. Welche konkreten Maßnahmen stehen an? „Das warten wir erst einmal ab“, sagt Kersten Brechmann, stellvertretender Vorsitzender. Zumindest ein Programmpunkt in nächster Zeit steht aber fest: Man sucht das Gespräch mit der Stadt.

Freibad-Nutzung

Der ISM-Ausschuss, der sich mit der zukünftigen Nutzung des ehemaligen Freibades im Biebertal durch den Schiffsmodellbauclub, den Angelsportverein und den Kleingartenverein auseinandersetzt, legte sich noch nicht fest (die WP berichtete). Der Verwaltungsvorschlag würde aus dem ehemaligen Naturbad ein geschlossenes Areal machen – das widerspricht dem Antrag von Aktiv für Lendringsen, der eine öffentliche Nutzung vorsieht. „Wir wollen den anderen Vereinen nichts“, sagt Petra Homberg, „aber das Gelände sollte der Öffentlichkeit zugänglich sein.“