Der Familienpass bleibt in Menden ein echter Renner

Menden..  Der kostenlose Mendener Familienpass bleibt auch sechs Jahren nach seiner Einführung ein Renner: Genau 3129 Exemplare seien derzeit im Umlauf, erklärte Stadtkämmerer Uwe Siemonsmeier jetzt auf Anfrage unserer Zeitung. Als „besonders erfreulich“ bewertet es Siemonsmeier, dass 241 der städtischen Rabattkarten noch im abgelaufenen Jahr hinzukamen. „Das ist ganz klar ein Verdienst unserer Familienlotsinnen.“

In anderen Städten eingeschlafen

Die Lotsinnen der Stadt besuchen alle Familien mit Neugeborenen, um die Kleinen willkommen zu heißen und den jungen Eltern alle Hilfe- und Fördermöglichkeiten in Menden aufzuzeigen. „Dazu gehört auch der Antrag auf den Familienpass, der bei uns im Jahr 2009 eingeführt wurde“, erklärte Siemonsmeier. „Den bringen unsere Lotsinnen gleich mit.“

Damals gab es ähnliche Initiativen in vielen Städten, auch im Märkischen Kreis, von denen einige inzwischen aber regelrecht eingeschlafen sind. So hieß es jüngst in einer Pressemeldung aus der Kreisstadt Lüdenscheid, dass unter den 74 000 Einwohnern gerade noch 180 Familienkarten im Umlauf seien. Dabei bringt das Papier, das keinen Cent kostet, hier wie dort geldwerte Vorteile in den unterschiedlichsten Bereichen.

Erhalten können den Pass alle Familien mit Hauptwohnsitz in Menden und mindestens einem Kind unter 18 Jahren. Pro Familie wird ein Pass ausgegeben. Beantragen kann man den Familienpass im Bürgerbüro oder auch im Internet auf der städtischen Seite www.menden.de. Nach spätestens drei Werktagen kann der Pass abgeholt werden.

Damit zahlen alle Kinder dann nur noch den halben Eintrittspreis für das Mendener Hallenbad, und die Gebühr der Stadtbücherei halbiert sich ebenso wie die Kosten von Jugendfreizeiten. Prozente gibt’s inzwischen auch bei Versicherungen oder Nachhilfe-Instituten, hinzu kommen Rabatte auf Eintritte etwa im Wildwald Voßwinkel. Preisnachlässe für Speisen und Getränke gibt es zudem in mehreren Gaststätten und Restaurants.

Kindesalter bestimmt die Gültigkeit

Der Mendener Familienpass wird auf Dauer ausgestellt und ist fortan so lange gültig, wie ein Kind unter 18 Jahre jung ist. Auf der Rückseite des Passes sind die Namen der Familienmitglieder sowie die Geburtsdaten der Kinder erfasst. Damit ist zugleich auch die Gültigkeitsdauer eingetragen.

Schmankerl am Rande: Auf der Internetseite der Stadt ist auf der Karte von 2009 als Sponsor noch die Sparkasse Menden angegeben, die just im Geburtsjahr des Passes ihr eigenständiges Leben aushauchte.