Das Unfassbare nicht verdrängt

Menden..  Schier unfassbare Kriegsverbrechen an Zwangsarbeitern auf Mendener Stadtgebiet sollen nicht vergessen werden. Immer wieder hat sich Antonius Fricke mit dem Thema und den Schicksalen vieler Menschen beschäftigt. Bereits im Jahr 2008 hatte er einen Antrag an die CDU-Fraktion zur Durchführung einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema „Eisenkies-Schwalbe 1“ im Hönnetal“ gestellt. Die Vielzahl der Bemühungen ermöglicht es nunmehr, der Öffentlichkeit einer umfassenden Einblick zu erhalten. Im Internet (www.menden.de/archiv) gibt es eine Übersicht sowie eine Linkliste.

Antonius Fricke hebt insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit mit Stadtarchivar Norbert Klauke hervor und dankt zudem Bürgermeister Volker Fleige. Er würdigt zudem Irina Kruszinski, die auf gut sechzig Seiten – immerhin zwei Drittel ihrer Magisterarbeit – „eine umfassende kritische Analyse der bisherigen Praxis des Umgangs der Mendener mit dem verbrecherischen NS-Projekt aus ihrer persönlichen Sicht aufzeigt“. Kruszinski, so Fricke, würde mittlerweile nicht mehr weiter zu diesem Thema forschen.