Das Mecker-Talent einfach mal ablegen
12.02.2012 | 16:45 Uhr 2012-02-12T16:45:00+0100
Menden.Einen dreiwöchigen Urlaub werden wohl die wenigsten im Märkischen Kreis buchen. Aber Tagesausflügler finden in Menden und den Nachbarstädten eine Fülle von Freizeitangeboten. Sie standen gestern im Mittelpunkt der Stadtmesse.
Die Wilhelmshöhe war gut gefüllt: Rund 200 der geladenen Gäste hatten zugesagt – darunter viele Vertreter von Vereinen, Unternehmen und aus der Politik. Bei den nicht geladenen, aber dennoch sehr willkommenen Mendenern muss sich die Stadtmesse erst noch herumsprechen, so der einhellige Tenor. „Da braucht man einen langen Atem“, sagt Hannelore Pifczyk vom Bürgermeisterbüro über den Jahresempfang der Stadt Menden, der in diesem Jahr erstmals als Stadtmesse organisiert wurde.
Tourismus war das Leitbild, unter dem die Veranstaltung stand. Etwa 20 heimische Vereine und auch einige Unternehmen stellten sich auf der Wilhelmshöhe vor. Darunter beispielsweise auch die Eisenbahnfreunde Hönnetal, die eine Modelleisenbahn aufgebaut hatten und am 1. April den Geburtstag „100 Jahre Hönnetalbahn“ feiern, wie Vereins-Gründungsmitglied Uwe Richter erzählte.
Auch die verschiedenen städtischen Angebote präsentierten sich, beispielsweise die Dorte-Hilleke-Bücherei, die Musikschule und die Kunstschule. Der SGV zeigte, dass es im Verein nicht nur ums Wandern geht. Zielgruppe sind vor allem die Jüngeren, die als neue Mitglieder geworben werden sollen. Oft macht der Name den Unterschied: „Wenn wir zum Wandern einladen, denken die jüngeren Leute an Spaziergänge, die sie früher mit den Eltern machen mussten“, berichteten Ute Stratmann (SGV-Hauptgeschäftsstelle Arnsberg) und Horst Grünschläger (SGV Menden). „Wenn wir aber ,Hiking-Touren’ anbieten, ist das zwar nichts anderes, weckt aber das Interesse der Jüngeren und läuft besser.“
Auch ein Selbstläufer wie die Pfingstkirmes wurde vorgestellt. Mitglieder des Schaustellervereins hatten einen Stand mit Zuckerwatte und Luftballons aufgebaut: „Wir sind heute gerne mit dabei“, sagte Konstantin Müller, Vorsitzender des Iserlohner Schaustellervereins.
Christoph Lottritz von der RuhrTourismus GmbH unterstrich, wie wichtig das Image einer Region ist. So habe er den Eindruck, dass das Ruhrgebiet mit den verschiedensten touristischen Puzzleteilchen sein Image habe verbessern können. Damit sei keine schnelle Mark zu verdienen, stattdessen müsse auf Nachhaltigkeit gesetzt werden.
Bürgermeister Volker Fleige betonte, dass es nicht darum gehe, „Menden zur Südsee des Sauerlandes“ zu machen. Vielmehr sei der Tagestourismus gerade für Menden von großer Bedeutung, hier gebe es ein deutliches Wachstumspotenzial. Er appellierte an die Immobilieneigentümer der Innenstadt und die Gastronomen, sich hier positiv einzubringen.
Der Bürgermeister rief die Mendener dazu auf, auch abseits aller Tourismus-Bemühungen das „nörgelnd-nölende Mecker-Talent, das so genannte Menden-Gen“ herauswachsen zu lassen und auf mehr Freundlichkeit im täglichen Miteinander zu setzen. Worte, auf die der Applaus der Anwesenden folgte.
16:36
Das finde ich schön, dass unser lieber Volker an uns Mendener appelliert, nicht so viel zu meckern, also keine Kritik zu üben. Gerade er ist es doch, der keine Kritik verträgt und das personalisierte Mendener Gen überhaupt darstellt. Diese bloße Wortneuschöpfung "das so genannte Menden-Gen" zeigt es doch deutlich wie unser Bürgermeister mit "Kritik" an seiner Person umgeht, nämlich gar nicht. Er gibt sie einfach unreflektiert und beleidigt an uns zurück, ohne sich in irgendeiner Weise zu hinterfragen.