Charmante Werbung für das Optimum

Menden/Balve..  Das Balve Optimum will als hochkarätiges Reit- und Springturnier noch mehr als heute eine Veranstaltung für die ganze Region sein: „Wir wollen Sie im Boot, werden Sie part of the game!“, ermunterte Rosalie Gräfin Landsberg-Velen am Mittwochabend auf Schloss Wocklum ihre zahlreichen Gäste aus den Wirtschafts-Initiativen Menden, Balve, Iserlohn und Hemer. Das ehrenamtliche Team, das gerade die Zusage für die Deutschen Meisterschaften bis 2020 erhielt, sei „ein Verein wie jeder andere“. Man erhalte keine öffentlichen Gelder und verfüge nicht über besondere Geldquellen, sondern müsse alles rund um das Großereignis selbst stemmen und erwirtschaften.

Umso mehr, sagt die Freifrau, sei man auf Unterstützung aus der Nachbarschaft angewiesen. Schon in den Vorjahren seien die märkischen Städte mit Ständen einbezogen worden, zur Regionale auch die fünf Kreise Südwestfalens. Und im Gegenzug zu jedem Engagement biete das Balve Optimum als Top-Ten-Veranstaltung in Deutschland eine unvergleichliche Plattform.

Tatsächlich erleben auch die heimischen Wirtschaftskapitäne an diesem Abend in Wocklum eine Veranstaltung der besonderen Art. Aus dem traditionellen „Business at Lunch“ des Initiativkreises Menden wurde kurzerhand ein „Business at Dinner“ gemacht, damit mehr Zeit für Gespräche bleibt. Und vom Reitstadion bis zum herrschaftlichen Kaminzimmer – Ambiente und Atmosphäre sind hier ganz anderes als bei den gewohnten Besichtigungstouren durch die Produktionsstätten der Mitgliedsbetriebe

Rosalie Gräfin von Landsberg-Velen dankt Franz-Josef Lohmann dafür ganz ausdrücklich: Der frühere Mendener Stadtdirektor habe als Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative Nordkreis (WIN) diesen Abend angeregt und angeschoben.

Der Abend selbst beginnt kühl – draußen auf den weitläufigen Anlagen, wo Vereinsmitglied Rudolf Rath eine Führung übernimmt. Er erzählt, wo das Wunderpferd Totilas stand, das beim Optimum von anderen separiert weiden musste. Dass zum Turnier an vier Tagen 23 000 Zuschauer kommen, weil das Reitstadion gut 5000 Besucher fasst. Dass man um die Presse und deren Anforderungen stets bemüht sei: „Was wären wir denn ohne die?“ Rath zeigt den Gästen auch die VIP-Plätze am Richterturm, der gerade saniert wird. „Hierher kann man Geschäftsfreunde einladen, um ihnen eine einzigartige Atmosphäre zu bieten.“ Nicht umsonst gebe es am Rande des Turniers auch das Wirtschaftsgespräch, diesmal mit Landesminister Garrelt Duin.

Im kaminwarmen Schloss mit seinen atemberaubenden Räumen bittet die Gräfin dann zunächst um eine Schweigeminute für Guido Forsting. Der verstorbene Geschäftsführer der Sauerlandpark-GmbH war vielen hier gut bekannt.; auch der Opfer des Germanwings-Absturzes wird gedacht. Danach stellt Landsberg-Velen ihren Betrieb vor und präsentiert den Reitsport als Wirtschaftsfaktor – dank des Optimums treffe das gerade für die heimische Region zu (siehe Infobox).

Dem Beifall nach stößt ihre charmante Werbung auf offene Ohren.