CDU verleiht Ehrenamtspreis an Hannelore Berndes

Ortsvorsitzender Sebastian Schmidt (rechts) und der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weber (MItte) verleihen Hannelore Berndes den ersten Ehrenamtspreis der Mendener CDU.
Ortsvorsitzender Sebastian Schmidt (rechts) und der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Weber (MItte) verleihen Hannelore Berndes den ersten Ehrenamtspreis der Mendener CDU.
Foto: WP

Menden..  Die Mendener CDU hat ihren ersten Ehrenamtspreis an Hannelore Berndes verliehen. Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Union auf der Wilhelmshöhe erhielt die sozial engagierte Rentnerin eine Urkunde, einen Blumenstrauß – und von den 250 Gästen den längsten Applaus des Tages.

Ohne sich selber um den Ehrenamtspreis beworben zu haben, hatte die 78-Jährige die CDU-Auswahlkommission mit ihrem jahrzehntelangen Engagement insbesondere für Senioren und psychisch Kranke überzeugt (siehe Info-Box auf dieser Seite). Zu den Gratulanten zählte auch jener Mann, der sie vor über 40 Jahren für das Ehrenamt „angeworben“ hatte: Mendens Malteser-Chef Franz-Josef Ronozon ahnte damals wohl, dass er mit Hannelore Berndes eine zupackende und verlässliche Mitstreiterin haben würde. „Sie war meine rechte Hand und es war ein richtiges Miteinander“, sagte er und freute sich mit ihr über die Würdigung. Die eingerahmte Urkunde, so versicherte Hannelore Berndes, werde einen guten Platz an ihrer Wohnzimmerwand finden.

Absage an Populisten

Mit dem neu geschaffenen Ehrenamtspreis will die CDU alljährlich einen besonders vorbildhaften Menschen aus der Stadt – stellvertretend für die Riesenschar der ehrenamtlich Aktiven – würdigen. Hinter der Auszeichnung steht die Überzeugung der CDU, dass die Gesellschaft ohne Ehrenamtliche nicht funktioniert und in Zukunft sogar noch mehr auf sie angewiesen sein wird. Das erklärt Landrat Thomas Gemke in seinem Grußwort. Es gelte, zu loben, zu ehren und zu danken, abgekürzt LED, formulierte es Rudolf Weber. Der CDU-Ratsherr und stellvertretende Bürgermeister der Stadt verlieh Hannelore Berndes den Ehrenamtspreis und vertrat damit den Fraktionsvorsitzenden Martin Wächter, der aus privaten Gründen nicht am Neujahrsempfang teilnehmen konnte.

Dass mit Rudolf Weber der stellvertretende Bürgermeister am Rednerpult stand, passte aber zum Anspruch der CDU, die mit ihrem Neujahrsempfang den der Stadt ersetzen will. „Das Jahr sollte würdig beginnen“, sagte Mendens CDU-Vorsitzender Sebastian Schmidt in seiner Begrüßung der rund 250 Gäste. Darunter fanden sich Vertreter aus Politik und Unternehmen, von Banken, Vereinen und Verwaltungen. „Die Stützen der Gesellschaft“, wie Schmidt befand. Im selben Atemzug distanzierte er sich von Populisten des rechten und des linken Spektrums.

Neben Martin Wächter fehlte krankheitsbedingt auch der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, der eigentlich die Hauptrede des Tages zum Thema „Moderne Bürgergesellschaft“ halten sollte. Ihn vertrat der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thorsten Schick – unter anderem mit dem Appell an die Politik, vernünftige Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zu schaffen: „Wenn man Steuerexperte sein muss, um die Kasse eines Vereins zu führen, bremst das das Engagement.“

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